In der Chrisammesse hat Kardinal Marx am Mittwoch der Karwoche die Heiligen Öle geweiht. Die Reste vom vergangenen Jahr wurden wie üblich im Osterfeuer verbrannt. Mit dem frisch geweihten Krankenöl haben wir auch die Krankensalbung bewusst einmal in den Pfarrgottesdiensten gefeiert, um das Sakrament – und unsere Kranken – ins Leben und ins Bewusstsein der Gottesdienstgemeinde zu holen. Der Weiße Sonntag war dafür passend: Der auferstandene Herr zeigt seine Wunden, die nicht mehr schmerzen, nicht mehr tödlich sind, sondern Erkennungsmale und Anlass zur Osterfreude sind. So das Evangelium des Weißen Sonntags, die Geschichte vom „ungläubigen Thomas“. Diese Hoffnung, dass alle Verwundung, Gebrechlichkeit, Krankheit, sogar der Tod kein Hindernis für das Heil darstellen, sondern zu einer versöhnten Lebensgeschichte dazu gehören können, ja bestimmt dazu gehören werden, feiern wir im Sakrament der Heiligen Ölung.
Anschließend an den Weißen Sonntag sind wir in unsere fünf Altenheime gegangen, um auch dort den Gottesdienst mit Krankensalbung zu feiern und die Bewohner auf den Stationen mit dem Heiligen Öl zzu besuchne. Auch die zu Hause gepflegt werden, sollen nicht vergessen sein. Die Priester der Stadtkirche kommen gern zu einer Andacht am Küchentisch oder am Krankenbett. Machen Sie uns darauf aufmerksam, vermitteln Sie es, dass wir eingeladen werden. „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stehe dir bei in der Kraft des Heiligen Geistes.“