Sturmschäden

Das Sturmtief „Sabine“, das am Montag, 10.02.2020 über Bayern hinweg gefegt ist, hat an fast allen Kirchdächern in unserer Stadtkirche Schäden angerichtet. Am schlimmsten hat es die Jesuitenkirche erwischt. Dachziegel, die von dort aufgewirbelt und herunter geschleudert wurden, haben parkende Autos, aber zum Glück keine Personen getroffen. Die Freiwillige Feuerwehr Landshut rückte mit der langen Leiter an und barg die losen Ziegel, die noch in den Fanggittern hingen. Die Schäden am Dachfirst über dem Chor der Jesuitenkirche sind beträchtlich. Aber auch aus St. Martin, aus St. Jodok, aus Hl. Blut und aus Salzdorf wurden Schäden gemeldet.

Stadtkirchenrat beschließt

Kerngruppe für den Weg zum Pastoralkonzept

Auf seiner Sitzung am 15.01.2020 hat der Stadtkirchenrat beschlossen, eine „Kerngruppe“ für den „Weg des Pastoralkonzepts“ einzurichten. Die Begrifflichkeit folgt der Broschüre des Erzbistums „Den Weg des Pastoralkonzeptes gemeinsam gehen. Ein Routenplaner“. Schon im Mai 2019 hat ein Vernetzungstreffen stattgefunden, auf dem alle Pfarrverbände vertreten waren, die vorhaben, ein pastorales Konzept zu entwickeln, um sich inmitten aller unausweichlichen Veränderungen über ihre Ziele, ihre Schwerpunkte, über die Verteilung der Ressourcen, über das Wünschenswerte, das Leistbare und das nicht mehr Leistbare klar zu werden. Etwas verzögert wollen auch wir als Stadtkirche diesen Weg mit genau den Etappen einschlagen, die das Bistum in seiner Handreichung empfiehlt. Dazu macht eine Kerngruppe den ersten Schritt. Sie besteht aus dem Leiter der Stadtkirche, Stiftspropst Baur, und den Mitgliedern des Stadtkirchenrats Faltermeier, Kratzer, Bauer, Eder und Hallensleben. Sie ist offen für Leute, die von sich aus dazu stoßen wollen oder die hinzu berufen werden sollen.

Hier auf der Homepage werden die Informationen, woran und wie die Gruppe arbeitet, zeitnah und transparent allen Interessierten zur Verfügung gestellt.

Sternsinger und Neujahrsempfänge

In allen Pfarreien der Stadtkirche waren in den ersten Tagen des neuen Jahres die Sternsinger unterwegs. Aus St. Jodok wird bereichtet, dass die Kinder dort ein Rekordergebnis an Spenden für den guten Zweck eingesammelt haben. Den Erlös aus der Sternsingeraktion leitet das Kindermissionswerk an Projekte im Libanon weiter. Die Partner dort sind Schulen, der Jesuiten-Flüchtlingsdienst und die Caritas. Über diese Partner werden Kinder, zumal Flüchtlingskinder aus Syrien im Libanon, unterstützt, so dass die Aktion eine enorm starke Solidaritätsaktion von Kindern untereinander ist. Und eine sehr konkrete Friedenarbeit. Deshalb allen Kindern, die unterwegs waren, allen, die sie offen bei sich aufgenommen und Geld gespendet haben, und den erwachsenen Organisatoren und Begleiterinnen ein herzliches Vergelt’s Gott.

Auf ihre Weise erfolgreich waren auch die Neujahrsempfänge, die – teils in längerer, teils in kürzerer Tradition – von den Pfarrgemeinderäten in St. Peter und Paul (Dreikönigsfrühschoppen), in St. Jodok und Hl. Blut (am Sonntag Taufe des Herrn) ausgerichtet worden sind. Wir können sagen, die Stadtkirche ist munter ins neue Jahr gestartet. Hoffen wir, dass alles Beten, Arbeiten und Feiern in diesem Jahr unter dem Segen Gottes steht!

Klausurtag der Stadtkirche

Wie können wir als Stadtkirche Landshut im Sinne der Schöpfung ressourcenschonend und schöpfungsfreundlich handeln? Darum ging es beim diesjährigen Klausurtag am 16.11.2019 der Gremien der Stadtkirche, zu dem auch interessierte Pfarreiangehörige eingeladen waren. Im Pfarrheim von St. Peter und Paul begann der Nachmittag zunächst mit einem Vortrag von Mattias Kiefer, Umweltbeauftragter des Erzbistums München und Freising. Er stellte die problematische Ausgangslage dar: wir verbrauchen mehr Ressourcen, als vorhanden sind, wir erleben den Verlust von Tier- und Pflanzenarten und Artenverlust und sind mit einem durch Menschen verursachten Klimawandel konfrontiert. Anschließend erläuterte er, warum dieser Themenkomplex auch für die Kirche von großer Bedeutung ist und welche Reaktionen es bisher gibt. Die Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus gilt als bislang systematischster Antwortversuch. Der Papst richtet sich dabei an die Kirche selbst und an jeden Einzelnen: „Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen (…) ist weder etwas Fakultatives noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung“ (217).

In Kleingruppen und in der gemeinsamen Diskussion wurden dann verschiedene Bereiche herausgearbeitet, in denen im Kontext der Stadtkirche schöpfungsfreundliches Handeln möglich ist: beim Einkauf (weniger Fleisch, lokale Produkte), in den Bereichen Energie (LED-Leuchtmittel) und Mobilität, aber auch im Bereich der Bildung und Verkündigung (Schöpfung zum Thema machen). Es zeigte sich: Schöpfung ist ein Querschnittsthema – Veranstaltungen und Anschaffungen sollten stets im Hinblick auf ihre ökologischen Folgen hin überprüft werden. Am Ende des Tages standen konkrete Ideen, die nun in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen weiter verfolgt werden. Der Klausurtag, an dem rund 28 Interessierte teilnahmen, wurde vom Umweltausschuss der Stadtkirche initiiert und vorbereitet. Der Umweltausschuss hat für den Globalen Klimastreik am 29.11.2019 auch eine „Andacht zur Schöpfung“ geplant (12:00 Uhr in St. Martin).

Pfarrbrief erschienen

Pünktlich zum Advent ist unser halbjährlicher Pfarrbrief, die „Brücke“ erschienen. Das Schwerpunktthema in dieser Ausgabe ist die Schöpfung. Es gab uns gibt Bestrebungen, das Bekenntnis zu Gott dem Schöpfer und zur Mitverantwortung des Menschen für die Bewahrung der Schöpfung ein eigene kirchliche Fest zu schaffen, etwa einen Sonntag. Vielleicht wird sich der 1. September durchsetzen, den der Patriarch von Konstantinopel seit 1989 propagiert, und der den Auftakt einer „Schöpfungszeit“ bis zum Gedenktag des Hl. Franz von Assisi (am 4. Oktober) bildet. Dazu lesen Sie einen Leitartikel in der „Brücke“. Aber auch das Weihnachtsfest ist eigentlich ein Fest der Schöpfung: Gott erbarmt sich der Natur, die er geschaffen hat, er erlöst sie von allem Bösen und von allem Schaden, indem er sie selbst annimmt und Mensch wird.

Das und viel mehr bietet Ihnen die „Brücke“, die voll aus dem Leben unserer Stadtkirche schöpft und viele kompetente Gesprächspartner aus unserem Umfeld zu Wort kommen lässt. Sie liegt in den Pfarrkirchen aus. Bitte, bedienen Sie sich! Es sind genügend Hefte gedruckt worden (bei allem Bemühen, genau hin zu kommen, und Ressourcen zu sparen), Sie dürfen gern welche weiter geben an Freunde, Nachbarn und Bekannte!

Die Brücke ist auch digital verfügbar: hier herunterladen

300 Jahre Maria Bründl

Vor 300 Jahren wurde die Wallfahrtskirche Maria Bründl gebaut. Dieses Jubiläum wurde am Kirchweihsonntag und Kirchweihmontag auf dem Hofberg groß gefeiert. Nach einem schönen Vorbericht in der Zeitung war eine richtig große Gottesdienstgemeinde zusammen gekommen, wohl auch, weil der Festgottesdienst zur angestammten Uhrzeit der kroatischen Gemeinde um 9.00 Uhr angesetzt war. So war die kroatische Sprache in der Lesung und bei den Fürbitten zu hören, und P. Ivan konzelebrierte mit dem Bischofsvikar der Region, Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger. Dieser spannte in seiner Predigt den weiten Bogen von der alttestamentlichen Bundeslade im Tempel von Jerusalem über Jesus Christus im Haus des Zachäus in Jericho bis hin zur Wallfahrtskirche Maria Bründl. Immer wieder aufs Neue und überall erweist sich Gott als der, der mit seinem Volk mitgeht und ihm nahe ist.
Im Anschluss an die Hl. Messe ging es in festlicher Prozession, angeführt von den Fahnenabordnungen der Hofberger Vereine, begleitet von den Hofberger Blechbläsern hinunter ins Bründl. Dort fand eine Andacht statt. Und auch auf dem Rückweg, bei herrlichem Wetter übrigens, die Sonne hatte gerade den morgendlichen Nebel vertrieben, wurde durchgängig gebetet. Denn das abschließende Tedeum wurde wieder in der Pfarrkirche Hl. Blut gesungen. Viele Gläubige waren da aber schon ins Pfarrheim abgebogen, wo ein leckeres Mittagessen wartete, das die Pfarrjugend gekocht hatte. Die Kirchenverwaltung nutzte die Geselligkeit des Mittagstischs, um den Weihbischof auf den dringenden Sanierungsbedarf der Kirche Maria Bründl aufmerksam zu machen. Sie soll ja schließlich für die nächsten 300 Jahre stehen bleiben!
Auch am Kirchweihmontag fanden sich noch einmal zahlreiche Gläubige zum Festgottesdienst in Maria Bründl ein, den der Stiftspropst Dr. Franz Joseph Baur zelebrierte.

Gottesdienst mit Pfarrer Mundigl

Er hatte sich sehr darauf gefreut, nach seinem schweren Sturz im Juli wieder einmal den Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche Hl. Blut zu feiern: Prälat Josef Mundigl. Sein 20 Jahren ist er als „Pfarrer“ dort auf dem Hofberg. Die Nachfeier seines 90. Geburtstags war jetzt die Gelegenheit, einen festlichen Gottesdienst mit ihm und für ihn zu feiern. Dementsprechend knüpften die Gratulanten in der Kirche an 20 Rosen – als Dank für 20 Jahre seelsorgliches Wirken in Hl. Blut – ihre guten Wünsche für den Jubilar. Genau gesagt, waren es 21 Rosen, und dazu im Namen des Pfarrgemeinderats noch ein ganzer Rosenstock, denn darauf sollte geschaut werden, was in Zukunft mit Pfarrer Mundigl noch alles blühen mag und blühen darf. Der Stiftspropst machte sich in seiner Festpredigt den einen guten Wunsch aus der Lesung des Sonntags zu Eigen, den der Apostel an Timotheus richtet: „Du aber, ein Mann Gottes … kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du beru­fen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast.“ (1 Tim 6,11-12).

Tag des offenen Denkmals

Am Tag des offenen Denkmals, der am 8. September stattfand, beteiligten sich auch Pfarreien der Stadtkirche Landshut mit mehreren Veranstaltungen. In der Theklakapelle und der Sebastianikirche, zwei barocken Kleinodien der Stadt, der romanischen Vorgängerkirche von St. Martin und dem gotischen Turm von St. Jodok wurden von Kirchenpfleger Hubert Gruber, Yvonne Gentzsch, Manfred Gebel, Kirchenpflegerin Claudia Schmidt und Franz Wenninger Kurzführungen angeboten. Trotz Regenwetters stießen diese auf reges Interesse und waren gut besucht. Vor allem bei St. Thekla und St. Sebastian äußerten viele Besucher ihre Freude darüber, dass diese Kirchen wieder einmal geöffnet seien. Der Turm von St. Jodok war in einem großen „Ramadama“ von vielen Helferinnen und Helfern für den Besucheransturm extra fein herausgeputzt worden.

LUX – ein überwältigender Abend in St. Martin

Überwältigend ist eigentlich das falsche Wort, denn bei allem Aufwand (und der Einsatz an Material für die Illumination, an Zeit für Auf- und Abbau, an Menge von Mitwirkenden war riesig) war die Atmosphäre in St. Martin beim diesjährigen LUX doch so, dass auch die innigen, leiseren Töne und die zarten Saiten der Seele Raum bekommen haben und sich entfalten konnten. Und doch ist es das richtige Wort. Keiner der vielen Besucher, die am Freitag oder am Samstag Abend in die Basilika gekommen waren, konnte sich der Faszination der Veranstaltung entziehen. Sehr viele waren sehr bewegt, die Musik war wunderbar, es wurde viel und ehrlich gebetet und gerade am Samstag wurden intensive persönliche Gespräche geführt, auch mit den Priestern, die zur Beichte zur Verfügung standen.
Die Rückmeldungen zum LUX waren überschwänglich und belegen, dass hier etwas ganz einzigartig Gutes gelungen ist. Es war wirklich ein Moment der Gnade. So sind die Hauptakteure dankbar und glücklich: Lukas Hunger und seine Jungs für die Lichtinstallation, Joel Schmidt und die Jubilation Singers, die am Freitag Abend gesungen haben, Tobias John und seine jungen Sängerinnen und Sänger aus der Jugend 2000 (nicht zu vergessen der Pianist am Keyboard) und Patrick Rockermair, der als Leiter des LUX-Teams die organisatorischen Fäden in der Hand hatte. Und selbstverständlich auch der Stiftspropst. Ganz vielen ist hier herzlich „Vergelt’s Gott“ zu sagen.
Bestimmt kursieren viele Bilder und Videos, denn fast alle, die da waren – und an beiden Abenden war die Kirche richtig voll -, haben versucht, die Stimmung mit ihren Handys einzufangen. Das geht natürlich nur sehr begrenzt. Man muss dabei gewesen sein. Daher ist sehr zu hoffen, dass es nächstes Jahr wieder ein LUX gibt.

Vier Mitarbeiter wurden verabschiedet

Der Juli war geprägt von Abschieden. Gleich vier wichtige Mitarbeiter haben sich verändert. Die beiden Kirchenmusiker Johann Pscheidl (St. Peter und Paul) und Martin Bader (St. Jodok) sind in den Ruhestand verabschiedet worden. Wir wünschen ihnen für die neue Lebensphase gute Gesundheit und eine frohe, unbeschwerte und natürlich weiterhin künstlerisch kreative und musikalisch erfüllte Zeit! Ihnen wünschen wir das – und ein bisschen auch uns. Und tatsächlich: Beide waren und sind schon als Aushilfen und Urlaubsvertretungen an den Orgeln in der Stadtkirche zu hören.

Sehr viel kürzer waren die beiden Seelsorger bei uns: Thomas Kneuer als Jahrespraktikant auf dem Weg zum Gemeindereferenten für ein Jahr und Philipp Werner als Kaplan für drei Jahre. Beide führt ihr beruflicher Weg, wie es üblich ist, nun anderswo weiter. Sie haben Spuren hinterlassen. An ihren neuen Stellen müssen sie aufpassen, nicht „wir in Landshut“ zu sagen; so etwas hören die Leute vor Ort gar nicht gern. Aber wir in Landshut freuen uns natürlich darüber, wenn sie uns nicht so bald vergessen und wenn wir ihnen etwas Wertvolles, Nützliches und Motivierendes für ihre weitere Arbeit in der Kirche mitgeben konnten.

Allen vieren von hier aus noch einmal ein herzliches „Vergelt’s Gott!“