Pfarrbrief „Brücke“ erschienen

Die neueste Ausgabe des halbjährlich erscheinenden Pfarrbriefs der Stadtkirche „Brücke“ ist heraus gekommen. Die Pfarrbriefe werden, soweit uns Austräger zur Verfügung stehen, in die Briefkästen auf dem Gebiet der Stadtkirche geworfen. Auf jeden Fall liegen sie in den nächsten Wochen in den vier Pfarrkirchen aus. Sie können sich gern bedienen und auch für Freunde und Nachbarn ein Exemplar mitnehmen.

Das Schwerpunktthema „Pilgern“ mag den ein oder anderen zu einer eigenen Wallfahrt ermuntern. Sie finden Vorschläge für kleine, gut erreichbare Ziele in der näheren Umgebung von Landshut. Oder Sie waren schon an den großen christlichen Pilgerstätten im Heiligen Land oder in Santiago de Compostela und freuen sich, von anderen zu lesen, die dort ebenfalls hingepilgert sind. Dass wir auch einen Beitrag über die Fahrt nach Mekka aufgenommen haben, ist natürlich keine Einladung, sich der muslimischen Pilgerfahrt anzuschließen, wohl aber eine Einladung, etwas von dem kennen zu lernen, was unseren Mitbürgern muslimischen Glaubens wert und heilig ist. Und über dies hinaus natürlich eine Menge aus dem Leben der Pfarrgemeinden … Viel Freude beim Lesen! Und Kompliment ans Redaktionsteam!

Minifreizeit in Lindau

Wenn der Hausmeister in der Jugendherberge extra noch einmal vorbei kommt, um die großen Ministranten zu loben: „Großartig, wie ihr das Volleyball-Netz repariert habt!“ Und wenn Touristen in der Kirche freudig staunen: „Dass es das noch gibt, solche Jugendlichen, die wissen, wie man sich in der Kirche benimmt, und die offensichtlich auch wirklich beten!“ – Ja, dann waren die Ministranten der Stadtkirche unterwegs.

Unter der Leitung von Irene Saller mit ihrer Tochter Franziska und Kaplan Philipp Werner … wobei man gleich dazu sagen muss, dass natürlich auch die größeren Ministranten ohne Zögern ihre Mitverantwortung für die Leitung und für das Gelingen übernommen haben … war eine große Gruppe von Ministranten aus allen vier Pfarreien der Stadtkirche in der ersten Woche der Pfingstferien auf Freizeit unterwegs. Ziel und Stützpunkt war die Jugendherberge in Lindau am Bodensee, von der aus man eine Menge an Outdoor-Aktivitäten (einschließlich professioneller erlebnispädagogischer Anleitung) bekommen konnte, am spannendsten sicher das Kanu-Fahren auf dem Bodensee. Auch ein halber Tag mit Regenwetter konnte die Stimmung nicht vermiesen. Denn das gemeinsame Unterwegssein wog alles auf. Vor allem das Gemeinschaftserlebnis hat es im Rückblick allen angetan … wobei auch der selbst vorbereitete Gottesdienst mit dem Kaplan und das Zeppelinmuseum und der Stadtrundgang in Lindau geschätzt wurden … und eigentlich alles rundherum ganz wunderbar war. Vielen Dank an die Organisatoren und Begleiter!

Wechsel in der Kirchenmusik

Das aufwändige Verfahren zur Besetzung der beiden freien Stellen in der Kirchenmusik in der Stadtkirche ist im Wesentlichen abgeschlossen. Der Haushalts- und Personalausschuss hat sich für zwei Musiker entschieden. Jetzt, wo die beiden an ihren bisherigen Stellen die Veränderung mitgeteilt haben, können wir auch hier in Landshut die Namen nennen: Für die Stelle mit Schwerpunkt auf der „musica sacra“ an der Stiftsbasilika St. Martin wird Herr Lorenz Höß kommen, für die Stelle mit Schwerpunkt auf der Arbeit mit den Chören und Gruppen in den anderen Pfarreien konnten wir Frau Stefanie Heim gewinnen. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesen beiden hoch motivierten und erstklassigen Musikern nicht nur das Niveau der Kirchenmusik in  der Stadtkirche halten können. Wir haben auch gute Aussicht auf eine lebhafte Weiterentwicklung und dürfen uns freuen auf bewegende Momente in der Musik zur Ehre Gottes.

Die Beschäftigungspläne im Detail, die Zuordnung der Aufgaben, die Verteilung der Organistendienste, die Vertretungsregelungen u.ä. werden in den nächsten Tagen und Wochen gemeinsam mit den neuen Musikern erarbeitet. Auch der genaue Zeitpunkt des Dienstbeginns ist noch nicht fix. Über den Sommer werden wir gewisse Lücken haben. Die Orgeldienste an den Sonn- und Feiertagen und die Orgelmatinee samstags um „Viertel vor Zwölf“ in St. Martin sollten wir mit Hilfe von Vertretungen organisieren können. Aber auszuschließen ist es nicht, dass auch mal kein Musiker da ist.

Viele hatten damit gerechnet, dass die Stelle an St. Martin quasi sicher an Frau Jeni Böhm vergeben wird, die in den letzten beiden Jahren dort großartige Arbeit geleistet hat. Das ist nun anders gekommen. Im Moment der Überraschung konnte mit Frau Böhm nicht abschließend besprochen werden, ob die Zusammenarbeit in anderer Weise fortgesetzt wird, oder, wenn nicht, wie ihr Engagement gewürdigt und sie verabschiedet wird. Diese Fragen sind jetzt leider noch offen, sie selbst ist derzeit krank geschrieben. Wir wünschen ihr alles Gute und hoffen, alles Notwendige bald in guter Weise klären zu können.

Edith Mayrhofer am Ostermontag verstorben

Mit schmerzlicher Betroffenheit haben wir erfahren, dass am Abend des Ostermontags der irdische Lebensweg unserer Chorregentin, Edith Mayrhofer, zu Ende gegangen ist. An ihrer Krankheitsgeschichte haben wir herzlichen Anteil genommen. Die Tapferkeit und Würde, mit der sie bis zuletzt gelebt hat, erfüllt uns mit tiefem Respekt. Oft und oft hat sie uns musikalisch die tiefe Wahrheit unseres Glaubens erschlossen. Das hilft uns jetzt zu glauben, dass sich auch an ihr das österliche Geheimnis erfüllt und sie durch den Tod hindurch in die Herrlichkeit des Lebens bei Gott gelangt.

Eine Generation lang hat sie die Kirchenmusik an der Stiftsbasilika St. Martin mit außerordentlichem Engagement, Verve und Meisterschaft geprägt. Treu begleitete sie das Stundengebet des Stiftskapitels und die täglichen Gottesdienste. Unvergessen bleiben die musikalischen Glanzpunkte, die sie bei Konzerten an der Orgel oder mit dem Chor von St. Martin gesetzt hat. Dabei vermochte sie immer weit mehr als nur Musik zu vermitteln. Christus, der Herr, möge es ihr lohnen!

Sie selbst hat genaue Anweisung gegeben, wie der Gedenkgottesdienst für sie gefeiert werden soll. Am 2. Mai hat das Requiem unter großer Anteilnahme in St. Martin stattgefunden. Die Orgel blieb stumm, aber der Chor hat den Bach-Choral gesungen, den sie sich gewünscht hatte: „Wohl mir, dass ich  Jesum habe“.

Terror am Ostersonntag in Sri Lanka

Furchtbar ist der Terrorakt, der am Ostersonntag auf unsere Mitchristen in Sri Lanka verübt worden ist. Unser geschwisterliches Mitgefühl gilt den Katholiken von St. Antonius in Colombo, von St. Sebastian in Negombo und der freikirchlichen Gemeinde der Zionskirche in Batticaloa. Ausgerechnet Ostersonntag! Wir beten für die Opfer und ihre Angehörigen. Und wir tun das mit einem umso innigeren Glauben, als es am Ostersonntag war. Das österliche Geheimnis erfüllt sich aufs Neue: „Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.“ (Röm 6,8).

Von einer freundlichen Geste ist zu berichten. Der Vorsitzende der Landshuter DITIB-Gemeinde, Mesut Karaüzüm, hat uns im Namen der türkischen Muslime in Landshut sein Beileid ausgesprochen. Ich gebe hier seine Nachricht wieder, für die ich ihm herzlich gedankt habe:

Sehr geehrter Herr Stiftspropst,

mit großer Trauer haben wir die schlimmen Nachrichten aus Sri Lanka erhalten. Wir sind tief betroffen, dass nach aktuellen Erkenntnissen 290 Menschen, unter Ihnen Frauen und Kinder, diesem Terroranschlag zum Opfer fielen. Dass nicht einmal Gotteshäuser, die Orte des Friedens, die sogar in Krisen- und Kriegszeiten vor Tötung, Angriff und Verfolgung als Zufluchtsort dienen, diese Mörder von Ihren unmenschlichen Taten abschrecken, schockiert uns.

Unsere Bittgebete sind bei den Opfern dieser hinterhältigen Anschläge und ihren Familien sowie der gesamten Christenheit. Trotz dieser schlimmen Terroranschläge wünschen wir unseren christlichen Freunden weitere frohe Ostertage.

Mesut Karaüzüm, Gemeindevorsitzender DITIB zu Landshut e.V.

 

24 Stunden für den Herrn

Auch in diesem Jahr ist es wieder gelungen, die Gebetsinitiative von Papst Franziskus „24 Stunden für den Herrn“ in unserer Stadtkirche zu realisieren. Am Freitag und Samstag, 29./30. März, von 17.00 Uhr bis 17.00 Uhr waren in der Frauenkapelle neben St. Martin ständig Beter präsent, die vor dem Allerheiligsten knieten, selbst in den Nachtstunden. Für dieses Jahr hatte der Papst der Aktion das Motto aus dem Evangelium vom 5. Fastensonntag gegeben: „Auch ich verurteile dich nicht …“ (Joh 8,11). Allen, die organisatorisch und vor allem als Betende mitgeholfen haben, sei herzlich gedankt. Bestimmt sind geistliche Früchte gewachsen, nicht nur bei denen, die direkt beteiligt waren. Mögen wir alle in der Stadtkirche in der Gnade wachsen, barmherzig zu sein wie der himmlische Vater barmherzig ist: „Auch ich verurteile dich nicht …“

Stadtkirchenpfleger: Hubert Gruber

Nach den einzelnen neu gewählten Kirchenverwaltungen ist inzwischen auch der „Haushalts- und Personalausschuss“ zum ersten Mal zusammen getreten, sozusagen die Kirchenverwaltung der Stadtkirche. Dieses Gremium, dem die vier Kirchenpfleger und der Leiter der Stadtkirche angehören (dazu ohne Stimmrecht die Verwaltungsleiterin und die Vorsitzende des Stadtkirchenrats) hat als Stadtkirchenpfleger Herrn Hubert Gruber gewählt. Für diese wichtige Aufgabe, die er bereits mit großem Engagement angefangen hat, wünschen wir ihm alles Gute und sagen herzlich „Vergelt’s Gott“.

Noch etwas darf aus der Gremienarbeit hier berichtet werden. Pfarreiübergreifend haben sich unter der Federführung von Hr. Oskar Hallensleben einige interessierte Leute zusammen gefunden, die für Fragen des Umweltschutzes sensibel sind und auf diesem Feld etwas bewegen wollen. Formal angebunden als Sachausschuss des Stadtkirchenrats hat dieser Arbeitskreis „Schöpfung und Umwelt“ inzwischen seine Tätigkeit aufgenommen. Er ist selbstverständlich offen für alle weiteren interessierten Personen aus der Stadtkirche, nicht nur für die „Umweltbeauftragten“ der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen.  Auch hier ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für das Engagement und viel Erfolg!

Verunfallt beim Winterdienst

Durch einen Arbeitsunfall beim Winterdienst fällt der Mesner von St. Jodok für längere Zeit aus. Er hat sich an der Schulter verletzt und musste operiert werden. Deshalb ist es nicht möglich, den Schließdienst der Pfarrkirche St. Jodok wie bisher aufrecht zu erhalten. Wir danken den Ehrenamtlichen, die am Wochenende den Schließdienst übernehmen. Während der Woche bleibtSt. Jodok leider bis auf Weiteres geschlossen.

Auch eine unserer beiden Gemeindereferentinnen ist ein Opfer der winterlichen Verhältnisse geworden und fällt ebenfalls mit einer Schulterverletzung seit Anfang Januar für mehrere Wochen aus. Beiden (und allen anderen, die auf Schnee und Eis gestürzt sind und sich verletzt haben – mindestens einen Pfarrgemeinderat in der Stadtkirche weiß ich noch) wünschen wir baldige und vollständige Genesung!

Silvester ohne Feuerwerk in der Altstadt

Ein toller Anblick bot sich am Silvesterabend in der Altstadt: Ein gewaltiger grüner Laserstrahl war auf den Martinsturm gerichtet und projizierte eine Uhr auf ihn, die die Zeit bis zum Jahreswechsel anzeigte.

Die Aktion stand natürlich im Zusammenhang mit dem erstmals ausgesprochenen Verbot von Böllern und Feuerwerk in der Landshuter Innenstadt mit ihren historischen Gebäuden. Um dieses Verbot waren wir um unserer Kirchen willen froh. Ganz abgesehen davon bin ich, wiewohl als Kind und Jugendlicher selbst ein begeisterter Feuerwerker und bis heute ein Freund und eifriger Genießer professionell gemachter Feuerwerke, sehr damit einverstanden, der privaten Knallerei mit ihren Verletzungsgefahren und mit ihrer vielfältigen Umweltbelastung (Lärm, Müll, Feinstaub) enge Grenzen zu setzen. Jedenfalls waren wir deshalb auch gern bereit, der Stadt zu erlauben, St. Martin als Projektionsfläche für die Uhr zur Verfügung zu stellen.

Die Zeitansage ist ja ohnehin ureigenste Aufgabe der Kirchtürme: Uhren und Glockenschlag laufen ständig mit und erinnern, was die Stunde geschlagen hat, dass wir die Zeit nutzen und uns auf die Ewigkeit vorbereiten sollen. Wenn den mit heutigen Möglichkeiten einer Lasershow in einer Silvesternacht besonders markant und eindrücklich getan wird, kann uns das nur recht sein.

Das neue Jahr 2019 hat seinen Lauf begonnen. Ich wünsche noch allen ein gesegnetes und gutes Jahr! „Gott hat die Ewigkeit in ihr (=der Menschen) Herz hineingelegt, doch ohne dass der Mensch das Tun, das Gott getan hat, von seinem Anfang bis zu seinem Ende wiederfinden könnte.“ (Koh 3,11). Lassen Sie sich von unseren Kirchtürmen daran erinnern!

Wahlen zur Kirchenverwaltung

Die Wahlen der neuen Kirchenverwaltung für die Amtsperiode 2019 bis 2024 sind am Sonntag, 18.11.2018 erfolgreich durchgeführt worden. Erfolgreich, weil in allen vier Pfarreien eine, wie mir scheint, gute Mischung aus bewährten und neuen Kräften an den Start geht.

Allerdings wäre den Gewählten zu wünschen gewesen, dass sie durch eine höhere Wahlbeteiligung ein stärkeres Signal für ihren  Rückhalt unter den Mitgliedern der Pfarrgemeinden bekommen hätten. Doch leider ist die Wahlbeteiligung in der Stadtkirche sehr niedrig ausgefallen und gegenüber der letzten Wahl sogar noch einmal deutlich zurück gegangen. Nun gut, da waren keine Richtungswahlkämpfe geführt worden, wo ein Lager mehr in die eine Richtung, ein anderes in eine andere Richtung gezogen hätte. Das hätte vielleicht mehr Wähler mobilisiert. Auf einen politischen Richtungsstreit können wir auch gut und gern verzichten. Ein Rolle mag auch gespielt haben, dass der Kirchenbesuch in den Innenstadt nicht so sehr von den Pfarrangehörigen geprägt ist, sondern von besonderen Traditionen oder auch der freien Auswahl. Wählen durften aber nur die Pfarrangehörigen. Vielleicht dürfen wir auch annehmen, dass das Gros der Gläubigen zufrieden ist und Vertrauen hat, wie es läuft in den Kirchenverwaltungen. Aber all diese Spekulationen helfen nicht wirklich darüber hinweg: Ich hätte mir, vor allem um der Kandidaten willen, eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht.

Vielen Dank bei der Gelegenheit auch den Wahlausschüssen, die die Wahlen sehr umsichtig und sorgfältig vorbereitet und durchgeführt haben!