Pfarrvikar P. Casimir

Als Nachfolger von P. Joseph hat ein neuer Pfarrvikar zum 1.9.2021 seinen Dienst in der Stadtkirche angetreten. Wir heißen ihn herzlich willkommen:

P. Casmirrathis Kumar Amalraj.

Wir dürfen ihn einfach P. Casimir nennen. Er stammt aus dem indischen Bundesstaat Tamil Nadu und gehört, nachdem er lange Jahre dem Karmelitenorden angehört hat, inzwischen zu einem Säkularinstitut, den „Peacemakers of Christo“, die mit drei Priestern im süddeutschen Raum vertreten sind. Er war für längere Zeit in Italien und zuletzt einige Jahre im Bistum Trier als Priester tätig und hat in der Seelsorge schon einiges geleistet. Ich bin sicher, dass er sich schnell bei uns einfinden wird. Die ersten Gottesdienste hat er bereits gehalten. Offiziell begrüßt und vorgestellt wird er beim Gottesdienst zum Jahrestag der Gründung der Stadtkirche. Den richtet in diesem Jahr am Sonntag, 19.09.2021, um 9.30 Uhr die Pfarrei St. Peter und Paul aus. Herzliche Einladung! Die Messen in St. Jodok, Hl. Blut und der Dominikanerkirche entfallen an diesem Sonntag zugunsten dieses Gottesdiensts in der Gemeinschaft der Stadtkirche.

Abschluss des Kindergartenjahrs

Viele Abschlussgottesdienste der Schulen wurden abgesagt oder nur in sehr kleiner Form gehalten. Die Abiturientinnen und Abiturienten des Hans-Carossa-Gymnasiums waren zum Zeugnistag wie üblich in St. Jodok, allerdings ohne ihre Eltern. Wer aber in diesem Jahr groß gefeiert hat, freilich mit ausgeklügeltem Hygiene-Konzept, das war das Caritas-Kinderhaus St. Peter und Paul.

Die ganze Schar der Kindergartenkinder war mit ihren Erzieherinnen und ihren Eltern in die Kirche St. Peter und Paul gekommen, um den Abschluss des Kindergartenjahres, für viele auch den Abschluss der Kindergartenzeit überhaupt zu feiern. Stiftspropst Dr. Franz Joseph Baur und der evangelische Pfarrer Lorenz von Campenhausen segneten die Vorschulkinder einzeln.

Man merkte dem liebevoll und opulent vorbereiteten Gottesdienst an, dass es ein tolles Jahr im Kinderhaus St. Peter und Paul gewesen sein musste. Wie die Kinder mit gesungen haben! Da steckt eine Menge pädagogische Arbeit dahinter. Mich als Pfarrer hat auch sehr gefreut, zu bemerken, wie ansprechbar die Kinder auf geistliche Inhalte hin waren. Das ist sicher ein großes Verdienst der Leiterin des Kindergartens und ihres Teams, aber auch der Ehrenamtlichen aus der Stadtkirche, die sich immer wieder dort einbringen: Heidi Simon und Irmi Kindl. Sie waren auch die liturgischen Leiterinnen des Gottesdienstes, wir beiden Pfarrer mit ihnen. Aus dem aufregenden Kindergartenjahr war auch zu vernehmen, dass die bayerischen Staatskanzlei auf das Kinderhaus St. Peter und Paul und auf die Lage der Kinder in den Zeiten der Pandemie aufmerksam geworden war. Der Ministerpräsident höchstpersönlich hat eine Antwort auf einen Brief der Kinder geschrieben. Sie kam am Tag der Jahresabschlussfeier bei den Kindern an. Und noch etwas aus der Arbeit des vergangenen Jahres: Ein wunderbares Büchlein mit Jesus-Geschichten ist entstanden, die „Jesus-Perlen“. Es ist illustriert mit Zeichnungen der Kindergartenkinder und versehen mit einem Vorwort des Caritas-Geschäftsführers Ludwig Stangl, der deshalb auch beim Gottesdienst anwesend war. Was für eine tüchtige Generation von Kindern wächst da heran, werden sich auch die vielen Eltern gedacht haben, die den Gottesdienst – sauber auf Corona-Abstand – mitgefeiert haben. Mit dem Segen Gottes sind die Kinder dann in ihre Ferien, einige in ihre ersten (Vor-)Schulferien gegangen.

Wort des Erzbischofs an die Gläubigen

Ein viel besprochenes Thema war vor kurzem das Rücktrittsangebot unseres Erzbischofs Reinhard Kardinal Marx, das Papst Franziskus nur wenige Tage später abgelehnt hat. Kardinal Marx ist also weiter im Amt. Nun hat er am 25. Juli ein Hirtenwort an die Gläubigen im Erzbistum gerichtet, das Sie hier lesen können.

Kantorenensemble der Stadtkirche

In den letzten Monaten, während der Gemeindegesang im Gottesdienst aus Gründen des Infektionsschutzes nicht gestattet war, wuchs der Dienst als Kantor und als Kantorin in eine tragende Rolle hinein. Gefördert von unseren Kirchenmusikern gibt es mittlerweile an all unseren Pfarrkirchen eine ganze Reihe von Männern und Frauen, die den Antwortpsalm, den Ruf vor dem Evangelium und weitere Vorsänger-Elemente in der Liturgie übernehmen. Herzlichen Dank für diese Bereitschaft und für die Mühe, sich dafür immer noch weiter zu qualifizieren! Es ist eine Freude für alle Mitfeiernden, die Erfolge dieser Arbeit mit zu erleben.

Zur Abendmesse am Sonntag, 30.5.2021, in St. Martin hat sich aus dem Kreis der Kantorinnen und Kantoren der Stadtkirche zum ersten Mal ein Sängerensemble gebildet, das die Messe mit der letzten feierlichen Maiandacht unter der Leitung unseres Chorregenten Lorenz Höß eindrucksvoll sängerisch gestaltet hat. Wie schön, dass wir damit ein neues Ensemble haben, das zum Einsatz an allen Gottesdienstorten der Stadtkirche bereit ist! Dieser neuen Formation alle guten Wünsche für die Zukunft!

Fensterbaustelle in St. Martin hat begonnen

Pünktlich mit der warmen Jahreszeit hat die große Baustelle zur Sanierung der gotischen Fenster in der Stiftsbasilika St. Martin begonnen. Zwischen der Sanierung des Musterfensters auf der Nordseite und dem jetzt beginnenden Bauabschnitt auf der Südseite hat ein Jahr scheinbaren Stillstands gelegen. In dieser Zeit wurde die Maßnahme mit den Erkenntnissen, die man am Musterfenster gewonnen hat, konzipiert und durchgerechnet. Es wurde der Finanzierungsplan erstellt und Zuschüsse der öffentlichen Hand beantragt (und bewilligt!). Es wurden die Verfahren zur Ausschreibung und Vergabe der Aufträge an die einzelnen Fachfirmen durchgeführt. Jetzt hat der Gerüstaufbau begonnen. Wenn es gut geht, werden die Fenster auf der Südseite in den beiden Sommern 2021 und 2022 fertig. Dann folgen zwei Jahre Baustelle auf der Nordseite. Fertig werden wir dann 2026 am Chor der Basilika.

Gleichzeitig mit der öffentlichen Ankündigung des Baubeginns wurde auch noch einmal um Spenden für das Bürgerfenster geworben. Rechnerisch betragen die Kosten, wenn man die Finanzierung der ganzen Maßnahme auf die Zahl der Fenster umlegt, für ein Fenster ca. 500.000 €. Das ist das Spendenziel. Die Landshuter Bürgerschaft, die vor 500 Jahren die ganze Kirche zu bauen vermocht hat, sollte doch in der Lage sein, in unserer Generation die Finanzierung eines Fensters zu stemmen. Wenn das gelingt, wird das Fenster über dem Bürgerportal „Bürgerfenster“ heißen dürfen. Sie können einen Beitrag leisten durch Überweisung auf das Konto der „Stadtkirche Landshut St. Martin“ bei der Sparkasse Landshut. IBAN: DE52 7435 0000 0020 8101 48. Stichwort: „Bürgerfenster“. Herzliches Vergelt’s Gott!

Aurelia Werner hört auf

Frau Aurelia Werner war seit langem neben ihrer Tätigkeit als Religionslehrerin mit einigen Stunden bei uns beschäftigt, zunächst in der Pfarrei St. Peter und Paul, dann in der Stadtkirche. Die willkommene Mög­lichkeit, ihre Stunden in der Schule aufzustocken, war für sie jetzt Anlass, sich zu verändern. Sie hat angekündigt, zum neuen Schuljahr im Herbst mit Vollzeit in den Religionsunterricht zu gehen und die Mitarbeit als Gemeindereferentin in der Stadtkirche zum Sommer zu beenden.
Frau Werner hat früher die „Verantwortlichenrunde“ bei der Gestaltung von Jugend­gottesdiensten in St. Peter und Paul begleitet, die ökumenischen Kon­takte zur Erlöserkirche betreut und war vor allem beauftragt mit der jährlichen Firm­vorbereitung. Dafür hat sie das Firmteam mit aufgebaut, das sich in St. Peter und Paul bewährt und diesen Dienst dann für die ganze Stadtkirche übernom­men hat. Auch in der Erstkommunionvorbereitung hat sie wertvolle Beiträge geleistet. Ein herzliches Vergelt’s Gott für die Mitarbeit über die Jahre hin! Und für den weiteren Berufs- und Lebensweg unsere besten Wünsche!
Einen passen­den Rahmen für ihren persönlichen Abschied wird es geben.

 

Stadt Landshut gedenkt Corona-Opfer

Der Gedenkort, wo mit einer Osterkerze vor der Figur des schmerzhaften, leidenden und mitleidenden Christus in der Seitenkapelle der Stiftsbasilika, an die Corona-Toten erinnert wird, ist inzwischen gut angenommen worden. Seit dem Start mit vier weißen Steinen am 13. März (zum Jahrestag des ersten Lockdowns) sind zahlreiche weitere Steine hinzu gekommen, die mit Namen und Sterbedaten beschriftet sind.

Bis zum 18. April, dem Tag, an dem in Deutschland offiziell der Corona-Toten gedacht wurde, hat die Stadt Landshut 101 Verstorbene registriert. Die Stadt Landshut hat sich dem öffentlichen Gedenken mit Trauerbeflaggung, mit einer Zeitungsanzeige und mit einem Gedenkakt im Sonntagsgottesdienst in St. Martin angeschlossen. Zur Hl. Messe in der Stiftsbasilika war der Oberbürgermeister zusammen mit dem 2. Bürgermeister und der 3. Bürgermeisterin sowie einigen Stadträten anwesend. Er sprach ein Grußwort und legte eine Blumenschale am Gedenkort in der Seitenkapelle nieder. Auch der evangelische Pfarrer der Christuskirche sprach ein Gebet. Auf diese Weise erinnern wir an die Toten. Vor allem bleiben wir ihnen aber im Gebet verbunden, in der gläubigen Hoffnung, dass sich vor allem Gott an sie erinnert.

Ostergruß in den Briefkästen

Zum Ostergruß in den Briefkästen habe ich eine ganze Reihe von erfreuten, dankbaren Rückmeldungen bekommen. Die Idee mit der Streichholzschachtel war gut. Die Mühe des Eintütens und Austragens hat sich gelohnt. Herzlichen Dank für diesen Einsatz!

Die Streichhölzer sind in den Wohnungen und Häusern wohl auch noch nicht aufgebraucht. Oder haben Sie mehrmals täglich die Osterkerze bei Ihnen auf dem Tisch oder unter dem Kreuz im Herrgottswinkel angezündet? Die Osterzeit dauert ja auch noch an, Ostern soll nachhallen – ins Leben hinein. Ostern wird gefeiert bis Pfingsten. Oder mindestens bis Christi Himmelfahrt. Da gab es früher den liturgischen Brauch, im Gottesdienst die Osterkerze feierlich auszublasen. Das habe ich einmal in Italien erlebt, und es hat großen Eindruck auf mich gemacht, war aber fast schmerzlich. Wir halten uns in den Gottesdiensten der Stadtkirche an die geltende liturgische Ordnung und lassen die Osterkerzen brennen bis Pfingsten.

Gedenken an die Corona-Toten

Am Samstag, 13.3.2021, 17.00 Uhr – fast auf den Tag genau ein Jahr nach Beginn des ersten Lockdowns – haben wir in St. Martin eine Vesper gefeiert, in der wir der Corona-Toten dieses ersten Jahres der Pandemie gedachten. Ein solches Gedenken plant ja auch der Staat. Bundespräsident Steinmeier hat es für den 18. April vorgesehen. Kardinal Marx hat in seinem Hirtenbrief zur Fastenzeit die Gemeinden ebenfalls dazu aufgefordert. Im Stadtkirchenrat wurde das befürwortet und ein kleines Projektteam um den Stiftspropst hat sich ans Planen und Gestalten gemacht. Es wurde eine ergreifende Andacht. Gedankt sei dabei auch der Kirchenmusik unter Lorenz Höß für den Gesang a capella und einer betroffenen Familie aus der Stadtkirche für das persönliche Zeugnis.

Damit ist nun ein fester Gedenkort in einer Seitenkapelle der Stiftsbasilika eingerichtet. Eine Kerze brennt vor der Figur des schmerzgebeugten Herrn Jesus Christus. Es liegen weiße Steine bereit, um an einzelne Verstorbene mit Vorname und Todesdatum zu erinnern. Im Hintergrund steht die Offenbarung des Johannes, wo es heißt: „Wer siegt, dem werde ich einen weißen Stein geben und auf dem Stein steht ein neuer Name geschrieben, den nur der kennt, der ihn empfängt.“ (Offb 2,17). Für die weiteren Anliegen, im Zusammenhang mit der Pandemie und auch sonst, steht ja immer der Kasten mit den Fürbittkärtchen bei der Schmerzhaften Muttergottes zur Verfügung. Wir wollen die Toten nicht vergessen. Wir beten für sie!

O Herr, gib ihnen die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihnen.
Herr, lass sie ruhen in Frieden. Amen.

Rätselspaziergang rund um den Hofberg

Um die Weihnachtszeit unter der besonderen Lockdown-Situation kreativ zu gestalten, hat sich das Familiengottesdienst-Team der Pfarrei Hl. Blut etwas Besonderes für Jung und Alt einfallen lassen: einen Rundgang innerhalb der Hofberger Gemeinde, spannend gemacht als Weg mit allerlei Rätseln und Aufgaben.
Besonders aufwändig gestaltet war die Rätselfrage vor dem BRK-Seniorenwohnsitz. Als Zeichen der Gemeinschaft mit den Seniorinnen und Senioren übermittelten die „Rätselfreunde“ auf vorbereiteten Karten persönliche Wünsche, Grüße und Sprüche, die an einem schön geschmückten Christbaum vor dem BRK-Heim angebracht wurden.
Start und Ziel des Weges war die Station vor dem Pfarrbüro Hl. Blut, wo die benötigte Anleitung mit Wegbeschreibung und Fragenkatalog bereitgestellt war. Ebenso konnte die Aktion über QR-Code oder von der Homepage der Pfarrei heruntergeladen werden. So haben sich viele Menschen in Gemeinschaft (unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen) auf den Weg gemacht und erlebten frohe Stunden!

Das Familiengottesdienst-Team Hl. Blut hat sich über die zahlreichen positiven Rückmeldungen sehr gefreut und lädt nun gleich zu einem weiteren Angebot ein, einem Briefkasten-Spaziergang! Auch wieder eine Anregung, wie man mit Kindern kreativ werden und hinaus gehen kann. Und damit anderen noch Freude macht. Näheres dazu demnächst auf der Homepage der Pfarrei Hl. Blut.