Das Gerüst in St. Martin hat die Feierfreude nicht trüben können: Es war eine großartige, rundherum aufbauende Liturgie, als Kardinal Marx am Dienstag, 14. Juli, die Firmung bei uns gefeiert und 64 jungen Christen (genau gesagt: 63 und einem Erwachsenen, der als gebürtiger Cubaner zwar getauft war, aber dann keinen Kontakt mehr zur Kirche hatte) das Sakrament gespendet hat. Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem jungen Projektchor aus Abiturientinnen und Abiturienten (mit Freunden auch aus anderen Jahrgängen) der Gymnasien Seligenthal und Hans-Carossa gestaltet, zusammengetrommelt oder besser – von den Orgelpfeifen aus betrachtet – zusammengepfiffen von unserem neuen Assistenzorganisten Emanuel Huber. Dankbarkeit war das große Leitwort, an dem der Kardinal seine Predigt fest machte. Herzlich, lebensnah und lebendig war die Ansprache, für jung und alt. „Da hat er’s uns mal richtig gesagt,“ hieß es – durch und durch lobend gemeint – in einer Zuschrift, die der Stiftspropst am Tag danach erhalten hat. Der innigste Moment der Feier war aber sicher für jeden einzeln Firmling, Aug in Auge vor dem Bischof zu knien und die Handauflegung mit Salbung auf der Stirn mit Heiligem Öl zu empfangen. Auch der Kardinal selbst sagte, als er sich nach dem Mittagessen im Pfarrhaus vom Firmteam verabschiedete: „Ein richtiges Fest – und das mitten in der Woche!“ Wünschen wir unseren Jungen, dass das Siegel des Heiligen Geistes sie nachhaltig prägt.