Am Sonntag, 11. Januar 2026, präsentierte sich die Singschule der Stadtkirche Landshut in St. Jodok erfolgreich mit einer „Zeremonie von Weihnachtsliedern“. Zum Ende der Weihnachtszeit wurde für die Konzertbesucher, die das Hauptschiff der Jodokskirche vollständig füllten, noch einmal der tiefe Sinn des weihnachtlichen Geschenks, der Geburt Jesu, spürbar und fassbar. Zarten aber klar bestimmte Klänge der Harfe, gespielt von Franziska Götz, eröffneten diesen Konzertabend. Die Harfenistin vermochte mit Ihrem Spiel eine große, den ganzen Kirchenraum umspannende Ruhe, zu erzeugen.
In diese Stimmung hinein zauberte der Jugendchor der Stadtkirche Landshut mit dem „Jubilate Deo“ von Jay Althouse (*1951) einen Dank für Jesus, das Geschenk Gottes an die Welt. Mit dem Zweiten Stück „World, Peace, Prayer“ von Emily Crocker (*1949) beteten die jungen Sängerinnen und Sänger um den Weltfrieden. Bei dem Stück „Carol of the bells“ von Mykola Leontowytsch (1877-1921) hörte man wahrlich die Glocken der Weihnacht erklingen. Stephanie Heim am Pult gelang es. die zarten Stimmen, begleitet von Harfe und Orgel, zu strahlendem Glanz zu entwickeln.
Der Applaus der Konzertbesucher bestätigte die gute Leistung dieses jungen Chores … so dass Stiftspropst Dr. Baur, wie er meinte, die heilige Ruhe mit seiner Begrüßung nicht störte. Er bedankte sich an dieser Stelle bei allen Teilnehmern und allen Besuchern herzlich und bat am Ende des Konzerts um eine Spende für die Singschule der Stadtkirche Landshut. In einer Vorschau auf den nun folgenden Konzertteil führte er hin auf die Besonderheit der Komposition von Benjamin Britten op. 28. „A Ceremony of Carols“ – „Eine Zeremonie von Weihnachtsliedern. Die Schwierigkeit dieses Werkes liegt in der außergewöhnlichen Intonation, Harmonik und der anspruchsvollen Rhythmik, die einige alt-englische Weihnachtslieder in einen modernen Klangkörper einbindet: große Vokalmusik!
Die Sängerinnen der Kantorenensembles Mariahilf München und der Stadtkirche Landshut, geführt und geleitet von Bastian Fuchs und Stephanie Heim, eröffneten diesen Zyklus in einer „Procession“ mit Gesang. Mit „Wolcum Yole!“ begrüßte der Chor den Himmelskönig. Die Sopransolos wurden von Heidemarie Rottig und Kathrin Schaffenroth mit weicher und doch klar bestimmter Stimme vorgetragen. Alle 10 Weihnachtlieder wurde von den Mitgliedern der Kantorenensembles präzise und eindrucksvoll, begleitet von der Harfe, präsentiert. In der Nummer VII – „Interlude“ – zeigte Franziska Götz nochmals auf Ihrer Harfe, wie froh gestimmt Weihnachten klingt. Mit dem letzten Stück „Deo gracias“ zogen die Sängerinnen mit Ihren Chorleitern wieder in einer Prozession in den hinteren Teil des Gotteshauses.
Ein sehr gelungener Konzertabend, der alle Mühen der Teilnehmer lohnte! Mit großem Applaus bedankten sich alle Zuhörer für dieses wunderbare Erlebnis am Ende der Weihnachtszeit.
(W. Hillebrand)