Dultgottesdienst

Ausnehmend gut besucht war in diesem Jahr der Dultgottesdienst am Sonntag, 24. August. Der Sonntag traf heuer tatsächlich auf den Tag des Hl. Bartholomäus. Im Mittelpunkt der Predigt des Stiftspropsts stand – er griff damit sein Urlaubsziel auf, von wo er tags zuvor erst zurückgekommen war – das Glaubensbekenntnis von Nizäa, die Gottessohnschaft Jesu Christi. Für „echte Israeliten, ohne Falsch“, wie Nathanael (wie Bartholomäus mit jüdischem Namen heißt) im Evangelium, und für echt gottesfürchtige Menschen, wie man es Muslimen im Gebet in der Moschee ansieht (so eine weitere Urlaubserinnerung des Stifspropsts) ist der Gedanke durchaus zugänglich, dass sich Gott den Gottesfürchtigen zu erkennen gibt – in Jesus Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott.

Wem weniger danach war, anspruchsvollen Predigtgedanken zu folgen, konnte trotzdem die besondere Atmosphäre des Dultgottesdiensts, die Musik der Stadtkapelle, den Geruch der Brathendl und das spätsommerlich schöne Wetter genießen. Nur, das wurde hernach beim ersten Bier im Festzelt angemahnt, ein Witz, wie er inzwischen üblich geworden ist zum Dultgottesdienst, fehlte. – Na ja, mal schauen, vielleicht zur Frühjahrsdult wieder.

Sommerpause hat begonnen

Mit einem schönen Gottesdienst in St. Martin und anschließendem Stehempfang ist am 27. Juli Pfarrvikar Casmirrathis aus der Stadtkirche verabschiedet worden. Auch wenn in den Tagen danach, in der letzten Woche vor den Schulferien, noch zwei Kirchenverwaltungssitzungen, eine Pfarrgemeinderatssitzungen, die Schuljahresabschlussgottesdienste und auch sonst der volle Betrieb stattgefunden hat, war dieser Sonntag doch gefühlt ein schöner Schlusspunkt im Rhythmus der Stadtkirche, der sich eng ans Schuljahr anlehnt. Wir haben uns noch einmal gesehen, und anschließend dürfen sich jetzt alle über kurz oder lang auf einen Urlaub freuen.

Alle Arbeiten in Gremien, alle Projekte, mit denen das kirchliche Leben gestaltet wird, können gut immer mal wieder eine Pause vertragen – so wie sogar einem Computer erstaunlicherweise das Herunterfahren und Neustarten guttut. Manches, was gehakt ist, läuft danach einfach von selbst wieder glatt. In diesem Sinn wünschen wir allen eine gute Sommerpause.

Firmung

Zur Firmung konnten wir in diesem Jahr den emeritierten Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger begrüßen, der uns als Bischofsvikar für die Seelsorgeregion Nord immer eng verbunden war. Genauer gesagt – zwei Firmlinge haben die Begrüßung im Gottesdienst am 25. Juni in der Stiftsbasilika St. Martin bravourös übernommen.

Unter den 53 Firmlingen, die das Sakrament empfangen haben, war ein 15-jähriger, der im gleichen Gottesdienst erst noch die Taufe empfing. Es war nicht nur für die anderen Firmlinge, sondern für alle Mitfeiernden beeindruckend, wie bewusst und selbständig sich dieser Junge dafür entschieden hat, Christ sein zu wollen.

Der Weihbischof hat sich nicht nur für jeden einzelnen Firmling wirklich Zeit genommen, sondern auch noch beim Stehempfang, den der Pfarrgemeinderat St. Martin mit Helferinnen aus der ganzen Stadtkirche ausgerichtet hat, viel Zeit mit den Familien der Firmlinge verbracht. Es war ja auch ein herrlich sonniger Nachmittag, der da im Schatten der Kirche ausklingen durfte. Für alle Begleitung der Firmlinge in der Vorbereitung auf das Sakrament und jetzt auch weiter ins Leben hinein sagen wir herzlich „Vergelt’s Gott“!

Brücke 2025 erschienen

Rechtzeitig vor dem Dreifaltigkeitssonntag, dem Sonntag nach Pfingsten, ist die Jahresausgabe der „Brücke“, des Pfarrbrief der Stadtkirche erschienen. Sie hat als Schwerpunktthema in diesem Jahr, dem Jubiläumsjahr des Konzils Nizäa im Jahr 325, das Christusbekenntnis. Damals wurde um die Formulierung der Glaubensaussagen über Jesus Christus gerungen und damit die christliche Trinitätslehre festgestellt. Sie ist biblisch bezeugt und wurde im sogenannten Nizäno-Konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis (= unser „Großes Glaubensbekenntnis“ im Gotteslob Nr. 585) systematisch formuliert. Einige Artikel in der „Brücke“ suchen nach Spuren dieses Bekenntnisses in der ganz praktisch gelebten Wirklichkeit unserer Stadtkirche.

Auch neben diesem Schwerpunktthema finden sich schöne Bilder und Bezüge zum Leben der Stadtkirche. Die Hefte liegen in den Pfarrkirchen aus. Bitte bedienen Sie sich reichlich – auch zum Weitergeben an andere. Nur noch wenige Straßenzüge werden von ehrenamtlichen Austrägerinnen abgedeckt. Seit diesem Jahr erscheint die Brücke nur noch einmal jährlich. Sie ist hier auch als PDF-Datei erhältlich.

Fußwallfahrt nach Altötting

Unterbrechungen gab es schon manche, doch die lebendige Tradition der Landshuter Fußwallfahrt nach Altötting hat sie alle überstanden. Seit 1493 gibt es Pilger, die die 65 km meistern. Nach der Unterbrechung durch die Corona-Jahre hat sich jetzt eine neue Gruppe von Veranstaltern gefunden, der Verein „Freunde und Förderer der Landshuter Fußwallfahrt“, und für 24./25. Mai erneut zur Wallfahrt eingeladen. Der Neustart ist gelungen. An die 80 Wallfahrer waren dabei, fast alle haben die Strecke auch bewältigt. „Besser hätte es nicht laufen können“, ließ sich Wolfgang Heigl, Vorstand des Vereins, am Tag danach in der Zeitung vernehmen.

Die Stadt Landshut beteiligt sich auch wieder an der Wallfahrt. Sie hat die Kerze gestiftet, die in Altötting überreicht wird. Gemeinsam mit Stiftspropst Msgr. Dr. Franz Joseph Baur, der als geistlicher Beirat den Verein unterstützt, hat der 2. Bürgermeister der Stadt, Dr. Thomas Haslinger, die Pilger in der Stiftsbasilika St. Martin ausgesandt. Die beiden sind, begleitet von Blasmusik, bis zum Burghauser Tor mitgegangen. Für die logistische Unterstützung und Begleitung ist vielen zu danken, namentlich dem Löschzug Hofberg der Freiwilligen Feuerwehr Landshut. Wenn man es dann geschafft hat, ist der Einzug in Altötting ein unbeschreiblicher Moment, der alle Strapazen vergessen lässt. Altötting ist eben auch der Gnadenort, das Herz Bayerns. Als solcher hat er sich … oder vielmehr: hat sie sich, die Gottesmutter von Altötting an diesem Maiwochenende wieder einmal erwiesen.

Ministrantenfreizeit in Nürnberg

Mit zwölf Ministrantinnen und Ministranten waren wir in den Osterferien für vier Tage auf Freizeit in Nürnberg. Die Jugendherberge, direkt in der Burg gelegen, war ein großartiger Ausgangspunkt für das Besichtigungsprogramm oder auch nur das Flanieren in der Stadt. Von dort oben aus ließ sich in der Ferne am Stadtrand der gewaltige Bau der Kongresshalle auf dem Reichsparteitagsgelände ausmachen, das wir gleich am ersten Tag intensiv aus der Nähe kennen gelernt hatten. In diesem Kontext bekamen auch die bis heute im Stadtbild an den Neubauten erkennbaren Kriegszerstörungen ihre bedeutsame Sichtbarkeit. Wir begegneten dem Thema noch einmal am letzten Abend bei der Führung durch die historischen Felsenkeller, Bierkeller, die im Krieg als Luftschutzbunker ausgebaut und genutzt wurden. Die große Geschichte der Stadt soll freilich nicht auf die zwölf dunklen Jahre reduziert sein. Auch das Mittelalter mit der herrlichen Ausstattung der drei großen Kirchen in der Innenstadt haben wir intensiv erforscht. Ein Höhepunkt war, dass uns der Mesner nach der Hl. Messe in der Frauenkirche noch auf die Balustrade geführt hat, von wo das „Nürnberger Christkind“ immer den Christkindlesmarkt im Advent eröffnet. Aber auch für das Germanische Nationalmuseum nahmen wir uns viel Zeit.

Daneben durften die Jugendlichen auch in kleinen Gruppen auf eigene Faust in der Stadt herumstromern. Und siehe da, sie fanden am Ende den gleichen lauschigen Platz wie wir Betreuer (der Stiftspropst und zwei Damen aus dem Pfarrgemeinderat St. Martin) am Albrecht-Dürer-Haus, um noch am Abend draußen zu sitzen. Für die Schnitzeljagd nach historischen Spuren von 15 Nürnberger Persönlichkeiten oder stadtgeschichtlichen Größen blieb dann nur noch auf den letzten Drücker Zeit. Glücklich und erfüllt kehrten wir so zeitig nach Landshut zurück, dass noch ein paar Ferientage blieben.

Sieben-Kirchen-Wallfahrt

Bei strahlendem Wetter hat die Sieben-Kirchen-Wallfahrt in diesem Heiligen Jahr 2025 am Samstag vor Palmsonntag stattgefunden. Bis zu 200 Pilger waren unterwegs. Wie viele davon den Weg ganz vollendet haben, lässt sich nicht sagen. Die Mitwirkenden, die die Runde am Vorabend gemacht und den Weg dabei markiert hatten, haben viel positive Resonanz bekommen: „Tolle Aktion!“ „Macht das wieder!“ „Wirklich schöne geistliche Impulse!“ Wir hatten in den Kirchen die „Sieben letzten Worte Jesu am Kreuz“ aufgenommen und jeweils eine kleine geistliche Übung daraus entwickelt. Der Palmeselchristus, der schon im Vorjahr als Schattenbild die Vorlage für die sieben Stempel abgegeben hatte, die auf dem Weg gesammelt werden konnten, bildete im Mittelschiff der Stiftsbasilika heuer einen Höhepunkt des Weges. Erst wenige Tage zuvor war er wieder nach St. Martin zurück gekommen, wo er jetzt auf Dauer bleiben soll.

Erfreulich war auch die positive Berichterstattung auf Niederbayern TV und in der Landshuter Zeitung.

 

Umstrukturierung Anfang April

Seit 1. April 2025 gibt es nur noch ein zentrales gemeinsames Büro der Stadtkirche, keine Außenstellen in den Pfarreien mehr. Die Umstrukturierung zielt auf Synergieeffekte und Einsparungen, ermöglicht aber auch eine gute Verwaltung der ganzen Stadtkirche. Wir haben ein starkes Team zusammen, das gemeinsam arbeitet, um den gewohnten hervorragenden Service zu leisten, der das pfarrliche Leben in der Stadtkirche unterstützt. Für alle und für alles gibt es jetzt nur noch
eine Telefonnummer: 0871 923040
eine Email-Adresse: stadtkirche-landshut@ebmuc.de
eine Anlaufstelle und Postadresse: Freyung 629, 84028 Landshut (Parkplätze für Mitarbeiter und für den Besuch im Büro der Stadtkirche in der Einfahrt links neben dem Haus)

Dem vereinten Team und allen, für die wir da sind, einen guten Start in die neue Verwaltungsstruktur! Gewiss wird es am Anfang Dinge geben, die holprig laufen, und wo eine neue Routine erst noch gefunden werden muss. Geben wir uns allen gegenseitig die Chance, aus Missgeschicken zu lernen! Geben wir der neuen Struktur die Chance, zu wachsen!

Bei der Gelegenheit: Für die beiden Sekretärinnen, die bisher im Büro auf dem Hofberg tätig waren, ist der Zeitpunkt der Umstrukturierung mit dem 25-jährigen Dienstjubiläum zusammen gefallen. Frau Nettinger, Frau van Bracht – wir gratulieren herzlich!

Ehrenamtsempfang

Erstmals fand ein Ehrenamtsempfang für die gesamte Stadtkirche statt. Dazu waren etwa 160 Ehrenamtliche aus allen Pfarreien und allen Bereichen des pfarrlichen Lebens in den Saal der Feuerwehr-Hauptwache in die Niedermayerstraße gekommen: von der Kirchenverwaltung St. Michael in Schweinbach bis zum Pfarrgemeinderat St. Martin, von den Hofberger Blechbläsern bis zu den Helfern der Tafel-Ausgabestelle St. Peter und Paul, vom neuen Präventionsbeauftragten der Stadtkirche bis zum früheren Pfarrer von St. Peter und Paul, von den Kirchenführern in der Stiftsbasilika bis zu den Tischmüttern bei der Erstkommunion, von der Leiterin des Seniorenkreises Hl. Blut bis zur Ministrantenfamilie aus St. Jodok. Eine vollständige Aufzählung lässt sich gar nicht erst versuchen. Es war ein buntes Bild.

Nach einer Begrüßung mit einem Glas Sekt wurde ein Referat geboten, mit dem Konrad Haberger anhand des Märchens „Hans im Glück“ viel Interessantes und Aufbauendes vortrug, was die Menschlichkeit befördert. Anschließend gab es zu essen, einfach, aber lecker. Den Service leisteten die Hauptamtlichen aus dem Büro der Stadtkirche. Am Buffet und auch an den Tischen mischten sich die Gruppen ein wenig. Der Stiftspropst hatte die Parole ausgegeben: Mindestens eine Person aus der Stadtkirche neu kennenlernen! Die Hauptverantwortung für die Vorbereitung und Durchführung des Empfangs lag bei der Pastoralreferentin Elisabeth Simon. Ihr ist herzlich für die gelungene Veranstaltung zu danken!

Indienreise mit P. Casimir

Mitte Januar war eine stattliche Gruppe aus der Stadtkirche für gute zwei Wochen zusammen mit P. Casimir in Indien unterwegs. Unter den Mitreisenden waren auch die Pastoralreferentin Elisabeth Simon und einige Mitarbeiterinnen aus der Verwaltung der Stadtkirche. Die Daheimgebliebenen haben immer wieder grandiose Bilder zu sehen bekommen – bis dazu hin, dass die ganze Gruppe, offenbar bestens akklimatisiert, traditionelle indische Kleidung trug.

Das dichte Programm führte in die Heimat von P. Casimir, in den Bundesstaat Tamil Nadu, wo seine Familie der Gruppe einen besonders herzlichen Empfang bereitete, aber auch zu den touristischen Klassikern im Norden des Subkontinents. Es spannte den Bogen von der Sonntagsmesse im „Lourdes des Ostens“ bis zu den knallbunten hinduistischen Tempeln. Man bekam die märchenhafte Schönheit der Prachtbauten von früher und heute ebenso zu sehen wie das Elend von Menschen, die in Slums oder auf der Straße leben. Höchst faszinierende und vielfältige Eindrücke, durch die kundige Begleitung von P. Casimir als Einheimischem sicher weit tiefer erschlossen, als es bei einer rein touristischen Fahrt möglich gewesen wäre.