Prälat Mundigl verstorben

Mit 97 Jahren ist am 17. August 2026 Prälat Josef Mundigl verstorben. Seit 1999, also über 25 Jahre lang, wohnte und wirkte er als Ruhestandsgeistlicher auf dem Hofberg. Die Pfarrei Hl. Blut hat mit großer Anteilnahme von ihm Abschied genommen.

Am Freistag wurde für ihn in der Pfarrkirche Hl. Blut der Sterberosenkranz gebetet, am Samstag ein Gedenkgottesdienst gefeiert. An weiteren Tagen fanden in Erding, wo er als Pfarrer, Dekan und Landkreisdekan seine Lebensstellung hatte und mit vielen öffentlichen Ehrungen versehen wurde, ein Gedenkgottesdienst und in Moosen, woher er gebürtig war und wo er bei seiner Familie bestattet werden wollte, das Requiem und das Begräbnis statt. Die jüngste und frischeste Erinnerung an ihn hatten und haben aber wir in Landshut. Denn Prälat Mundigl war bis zuletzt präsent im Leben der Pfarrer. Als rüstiger Ruheständler war er mit 70 ins Benefiziatenhaus gezogen, als noch Pfarrer Atzenhofer im Amt war. Nach dessen Ruhestandseintritt übernahm er das volle Programm von Gottesdiensten und seelsorglichen Diensten. Und wenn er auch zuletzt nur noch sporadisch und im Rollstuhl die Sonntagsmesse mitfeierte, vermochte er noch immer – und wenn es nur ein gütiges Augenzwinkern war – priesterlich, geistlich und menschlich zu wirken. Die Kräfte hatten schon seit geraumer Zeit nachgelassen. An den Besuchen zu seinem Geburtstag im Juli hatte er wohl noch Freude, aber zu sprechen und die Konzentration zu halten, fiel ihm schon sichtlich schwer. Spätestens nachdem wenige Tage vor ihm seine Schwester gestorben war, wollte er als letzter seiner Geschwister auch nicht mehr länger leben. Der leise Abschied, der sich seit einiger Zeit angedeutet hatte, jetzt war er da.

Wir werden ihn in der Stadtkirche Landshut, zumal auf dem Hofberg, als vitalen, seeleneifrigen, menschlich zugewandten, fröhlichen Priester in Erinnerung behalten. Dass er so gern und so lang bei uns war, ist sicher der tüchtigen Unterstützung zu verdanken, die er an seiner Hausfrau hatte. Auch seine Familie war für ihn ein tragendes Netzwerk, sowie die guten menschlichen Kontakte in der Gemeinde Hl. Blut. Der Herr schenke seinem treuen Diener den ewigen Lohn. Er möge ruhen in Frieden.