Wie ein Planet mit drei Monden zieht das Gedenken an Sankt Sebastian, den Landshuter Stadtpatron, seine Bahn durch den Jahreskreis der Stadtkirche. Am Sonntag in der Nähe des 20. Januar, des eigentlichen Gedenktag des Hl. Sebastian, wurde – heuer am 19.01.2026 – in St. Jodok das Sebastianiamt der Stadt Landshut gefeiert. Für Oberbürgeremeister Alexander Putz war es das letzte in seiner Amtszeit. Stiftspropst Franz Joseph Baur dankte ihm für seine volksnahe Präsenz, nicht nur bei dieser Gelegenheit, und legte Wert darauf, dass auch künftige Oberbürgermeister die Tradition zu Ehren des Hl. Sebastian weitertragen. Das Format für diese Feier geht auf Oberbürgermeister Josef Deimer zurück, der (selbst gebürtiger Achdorfer) von Franz Kögler eigens für den Achdorfer Männerchor die „Landshut-Messe“ komponieren ließ, die auch diesmal, begleitet von den Landshuter Turmbläsern, in großer Feierlichkeit wieder erklang. In seiner launig eingeleiteten Predigt zog der Stiftspropst das Bild des Regenschirms heran, der nach außen die Regentropfen abhält, nach innen trockenen Raum schafft und mit der Spitze eindeutig die Richtung nach oben markiert, um zu überlegen, was es bedeutet, den Hl. Sebastian als „Schirmherrn“ für unsere Stadt zu haben.
Neben dem großen Sebastianiamt der Stadt, die mit allen drei Bürgermeistern und zahlreichen Mitgliedern des Stadtrats vertreten war … lästerliche Zungen behaupten ja leichtfertig, dass das nur in Zeiten des Wahlkampf so ist, was wirklich nicht stimmt … in der ersten Reihe auf der anderen Seite war der Pfarrgemeinderat repräsentiert, wo ja auch eine Neuwahl ansteht … Also neben dem großen Sebstianiamt mit all seinen Spitzenrepräsentanten von Stadt und Gemeinde St. Jodok feierten noch weitere Vereinein diesen Tagen ihre Sebastianiämter : die Königlich Privilegierten Feuerschützen (in der Sebastiani-Kirche), der Hotel- und Gaststättenverband Landshut (kurz: die „Wirte“) und der Wallfahrtsfrauenverein Landshut (in St. Martin). Der Heilige wird es zu schätzen wissen, dass er so geehrt wird. Er wird als Fürsprecher bei Gott ein Auge auf Landshut haben. Wir werden die Tradition jedenfalls gern weiterführen.