Festwoche der Hofberger Vereine

Von Samstag, 2. Juli, bis Sonntag 10. Juli gestalten die Hofberger Vereine eine ganze Festwoche. Vorn mit dabei ist die Gemeinde Hl. Blut. Tatsächlich ganz vorn, denn die Festwoche beginnt mit dem Pfarrfest am Wochenende 2./3. Juli und noch genauer: mit dem Festgottesdienst am Samstag, 2. Juli, 17.00 Uhr in der Pfarrkirche.

Bei diesem Gottesdienst, der vor allem das Patrozinium „Hl. Blut“ aufgreift, das immer am ersten Sonntag im Juli gefeiert wird, wird auch an das seltene und hohe Jubiläum gedacht, das Prälat Mundigl feiern kann. Am 29. Juni, dem Hochfest St. Peter und Paul, sind es genau 65 Jahre, dass er zum Priester geweiht worden ist. Wir hoffen sehr, dass der Jubilar anwesend sein kann im Gottesdienst am 2. Juli. Auch von hier aus herzlichen Glückwunsch! Anschließend beginnt das Pfarrfest, das am Sonntag im Anschluss an die kroatische Messe um 9.00 Uhr mit dem Singspiel „Emma“ fortgesetzt wird, das der Kinderchor der Stadtkirche unter Stephanie Heim einstudiert hat.

Hoffen wir zusammen mit allen Hofberger Vereinen und mit der ganzen Stadtkirche auf schöne, friedliche Stunden unbeschwerten Zusammenseins auf dem Hofberg!

Firmung

55 junge Christen aus der Stadtkirche haben sich 2022 auf den Empfang der Firmung vorbereitet. Dann war es soweit: Abt Markus Eller OSB aus Scheyern kam (in Vertretung des erkrankten Weihbischofs) am Donnerstag, 30. Juni 2022, in die Stadtkirche, um die Firmung zu spenden. Der Gottesdienst in der Stiftsbasilika St. Martin war ein gelungenes Fest. Sehr gelobt wurde die anschauliche, jugendnahe Predigt des Abts und die musikalische Gestaltung durch unsere beiden Musikerinnen. Vor allem konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Firmlinge wirklich offen waren für das Sakrament, für den Empfang des Heiligen Geistes.

Inzwischen hat auch das Reflexions- und Dankestreffen des Firmteams und der Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter stattgefunden und den Eindruck von einer gelungenen Firmvorbereitung und einer schönen Firmung in vielen Details bestätigt. Natürlich kam auch zur Sprache, was wir nächstes Jahr besser machen können – auf jeden Fall: ein Gruppenbild mit allen Firmlingen unmittelbar im Anschluss an den Gottesdienst. Vielen herzlichen Dank dem Firmteam und allen, die für die Firmung engagiert waren! Den Firmlingen unsere besten Wünsche für ihr Leben mit Gott … und auch mit der Kirche.

Patrozinium St. Peter und Paul

Am Sonntag vor dem 29. Juli wurde in der Pfarrkirche St. Peter und Paul das Fest der beiden Patrone gefeiert. Dazu erklang die „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart, gesungen vom Stadtkirchenchor, der von einem Orchester begleitet war. Die Ministrantenschaft von St. Peter und Paul zeigte einen mustergültigen Einsatz, nicht zuletzt dank der Übersicht und Anleitung, die die großen Ministranten einbringen (die z.T. auch zwei Tage nach Verleihung des Abiturzeugnisses selbstverständlich ihren Dienst in St. Peter und Paul taten). Der Stiftspropst griff bei seiner Auslegung des Evangeliums das Petrusbekenntnis auf: Christus, Sohn des lebendigen Gottes. Ja, wir haben es mit dem lebendigen Gott zu tun, nicht mit menschlichen Meinungen und Erwartungen über Glaube, Religion und Kirche.

Der Stiftspropst hatte übrigens einen Glückstag: Von sieben Losen, die er bei der Tombola auf dem Pfarrfest zog, haben sechs gewonnen. Die Quote dürfte im Lauf des Pfarrfests kaum sonst noch jemand erreicht haben. Aber man konnte sich mit der unbeschwerten Stimmung trösten, die sich bei herrlichem Wetter im schönen Innenhof entlang der frisch renovierten Kirchenwand ausbreitete, nicht zuletzt dank der gewohnt hervorragenden Beköstigung durch den Sachausschuss „Feste und Feiern“.

Der Tag klang aus mit den „Musikalischen Glaubensgeschichten“.

Fronleichnam

Ein gelungenes, schönes Fest war Fronleichnam! Das Wetter war perfekt und dank der Wolken nicht ganz so heiß. Eine große, prachtvolle Prozession nach Kloster Seligenthal konnte stattfinden. Die paar Tropfen beim Frühschoppen im Klostergarten machten nichts aus, sie trieben allenfalls ein paar Leute mehr hin­ein ins Trockene, zum Kuchenbuffet. Es war, wie Pfarrer Josef Thalhammer in seiner Predigt sagte, eine schöne, bunte, vielfältige, friedliche und fromme „Demonstration“ unseres katholischen Glaubens mit dem Herrn Jesus in Brots­gestalt unserer Mitte. Allen, die mitgewirkt haben und mitgegangen sind, ein großes und herzliches „Vergelt’s Gott“!

Die Gemeinde auf dem Hofberg hat sehr darauf gepocht, auch wieder eine eigene Fronleichnamsprozession veranstalten zu dürfen. Sie hat das Fest auf beeindruckende Weise gestemmt und dabei schöne und wertvolle Aspekte der alten Tradition des Hofberger Eigenlebens vor Augen geführt.

Auch im St. Jodokstift haben sich viele gefreut, dass sie mit einer Segensandacht mit Allerheiligstem am Sonntag nach Fronleichnam in die Feiern des Fronleichnamsfest einbezogen waren.

Fazit für 2022: Wir haben die Corona-Unterbrechung überstanden, wir sind wieder da. Wir werden uns für 2023 bemühen, erneut und womöglich noch größer und schöner die Landshuter Stadtöffentlichkeit für einen Tag mit der Botschaft zu prägen: Christus ist unter uns, er geht mit uns mit!

Geistliche Basisgruppe

Nicht selten kommt es vor, dass ein Vorbereitungsteam enttäuscht ist, dass so wenig Leute gekommen sind zu einem Gottesdienst oder einer religiösen Veranstaltung. Obwohl sie doch gut war! Oft sind mehr Leute in der Kirche, die an der Vorbereitung oder Durchführung beteiligt waren, als Mitfeiernde, die sich ansprechen haben lassen und einfach teilnehmen.

Was tun? Natürlich kann man mehr Werbung machen, nicht nur im Gottesdienstanzeiger, sondern auch in der Zeitung, auf der Homepage, über die social media und per Ansage im Gottesdienst. Aber oft genug bringt der zusätzliche Krafteinsatz bei Weitem nicht das erhoffte zusätzliche Echo. So wächst die Frustration weiter. Ich wüsste noch eine andere Option: ein Wandel im Selbstverständnis.

Diejenigen, die sich da engagieren, verstehen sich nicht länger als Vorbereitungsgruppe für bestimmte Veranstaltungen, sondern als kleine geistliche Gemeinschaft, als geistliche Basisgruppe, als Hauskirche. Dieselbe Mühe und Liebe in der Vorbereitung, aber nicht für ein anonymes Publikum, das durch Nichterscheinen enttäuscht, sondern für einander, wo man es zu schätzen weiß und geistlich etwas mitnimmt. Mit der Vorbereitungsarbeit ist ja schon Vertrautheit und Verbundenheit unter den Mitgliedern der Gruppe gewachsen. Auch Verbindlichkeit. Es wächst noch weitere Lebensfülle zum geistlichen Programm im engeren Sinn hinzu, vom Glas Wasser, das beim Vorbereitungstreffen angeboten wird, bis hin zu den Gesprächen, wie es mit den Kindern, den Nachbarn, kirchlichen Oberen und der übrigen Welt so geht. Ein Vorbereitungsteam entwickelt sich mit innerer Folgerichtigkeit zu einer kleinen geistlichen Gemeinschaft.

Es gibt in der Kirche eine lange und breite Tradition solcher Keimzellen des Glaubens. Das berühmte „Bibelteilen“ aus Ländern des globalen Südens ist so etwas, auch die lateinamerikanischen Basisgemeinden. Wenn es doch auch die Familien noch mehr wären! Unterm Strich sind solche Gruppen nicht weniger missionarisch als die (vermeintlich) für alle offenen Veranstaltungen, die von Vorbereitungsteams getragen werden. Zu einer geistlichen Gruppe wächst man als einzelner hinzu, weil man angesprochen wird von jemand, der schon dabei ist und der glaubt, dass man dazu passen würde. Da wächst etwas Zwischenmenschliches, und das dürfte weit mehr sein, als wenn man als anonymer Besucher im besten Fall etwas mitnimmt von einem offenen Angebot.

Gewiss, offene Angebote soll und darf es geben. Aber wo sie offenkundig nicht oder nur schlecht angenommen werden, kann man sich eine Menge Frustration sparen, indem man das eigene geistliche Tun aus einer anderen Perspektive betrachtet: als Gestaltung des geistlichen Lebens einer Gruppe. Als Pfarrer kann ich solche kleinen, selbständigen, vitalen Gruppen jedenfalls nur begrüßen.