Das Martinsfest, das Patrozinium der Stiftsbasilika, kann in der momentanen Situation nicht in dem großen Rahmen gefeiert werden wie in den vergangenen Jahren. Ob die Pilgergruppe aus St. Martin – Kirchdorf a. d. Amper kommt, ist noch ungewiss. Den großen Martinszug mit den Kindern am Abend des Patroziniums können wir nicht durchführen.
Aber einen festlichen Gottesdienst in St. Martin am 15.11.2020 um 11.00 Uhr wollen wir auf jeden Fall feiern. Ein besonderer Glanzpunkt wird dabei die Aufnahme von Pfr. Armin Weyers als neuer Kanoniker ins Stiftskapitel St. Martin und Kastulus sein. Das Stiftskapitel hat ihn berufen, die beiden Bischöfe – der Kölner Kardinal Rainer M. Woelki, zu dessen Bistum Pfr. Weyers als Priester gehört, und der Münchener Kardinal Reinhard Marx, dem die Ernennung formal zukommt – haben zugestimmt. So kann er im Rahmen dieses Gottesdienstes sein Treueversprechen ablegen und die Insignien des Kanonikers entgegen nehmen, um künftig seinen Platz im Chorgestühl der Stiftsbasilika zu haben.
Wir sind Herrn Kanonikus (in spe) Weyers dankbar für seine schon langjährig bewährte Bereitschaft, Gottesdienste in St. Martin, in der Stadtkirche und darüber hinaus zu feiern und so in der Seelsorge mitzuwirken. Eine feste oder regelmäßige Einbindung in die Gottesdienstordnung der Stiftsbasilika ist nicht geplant. Er genießt weiterhin die Freiheiten eines Priesters im Ruhestand. Gratulation und Segenswünsche ihm und dem Stiftskapitel. Ad multos annos!
Monat: September 2020
Jahrestag Gründung der Stadtkirche
Am Sonntag, 13. September 2020, hat der Gottesdienst zum 3. Jahrestag der Gründung der Stadtkirche stattgefunden. Ausgerichtet hat ihn die Pfarrei Hl. Blut, und sie hat dazu die Wiese oben im Hofgarten als Ort ausgesucht. Viele Gläubige aus allen vier Pfarreien und sogar Passanten haben dort mitgefeiert, mehr als wir mit Corona-Beschränkungen in einer Kirche untergebracht hätten. Sicher auch, weil das Wetter so gut mitgespielt hat. Zunächst aber hat auch das Stadtgartenamt sehr partnerschaftlich mitgespielt und den Platz ermöglicht. Sodann haben die Hofberger Blechbläser mitgespielt und der Kirchenchor gesungen. Auch eine Schar Ministranten war mit von der Partie. Und technisches Equipment, schattenspendende Zelte, eine Lautsprecheranlage und halt alles, was es an heiligen Gerätschaften so braucht, war parat gestanden. Viel Aufwand, der sich aber gelohnt hat. Einhellig wurde es als wunderbare Feier empfunden, die viel Freude gemacht und uns als Stadtkirche richtig aufgebaut hat. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die dazu beigetragen haben.
Gebet aus der Sufi-Tradition
Als Beitrag zu den 33. Interkulturellen Wochen, die in Landshut von 19. September bis 11. Oktober 2020 stattfinden, will ich hier ein Gebet der muslimischen Mystikerin Rabia von Basra weiter geben. Sie lebte im 8. Jahrhundert; die Bruchstücke, die zu ihrem Leben erzählt werden, sind weitgehend legendarisch. Jedenfalls gehört sie zur sufistischen Tradition im Islam, die dem Glauben und der Gottesbeziehung ein persönliches Erleben und Erfahren abzugewinnen suchte. Und sicher ist es bemerkenswert, dass in diesem Traditionsstrang des Islam auch die Gedanken und Gebete einer Frau anerkannt und überliefert worden sind.
O mein Herr,
wenn ich Dich anbete
aus Furcht vor der Hölle,
verbrenne mich in der Hölle.
Und wenn ich dich anbete
aus Hoffnung auf das Paradies,
schließe mich davon aus.
Aber wenn ich Dich anbete
um Deiner selbst willen,
dann versage mir nicht
Deine ewige Schönheit.