Kirchen

Stiftsbasilika St. Martin

Pfarrkirche, Sitz des Stiftskapitels St. Martin und Kastulus

Kirche St. Martin Landshut
(c) Kunstverlag Peda

Mit dem höchsten Backsteinturm der Welt (130 m) ist St. Martin das Wahrzeichen der Stadt Landshut. Der Kirchenbau wurde im Jahr 1500 vollendet. Die Höhe des Innenraums der spätgotischen Hallenkirche beträgt 29 Meter. Extrem schlanke Pfeiler tragen das Gewölbe. Die bedeutendsten Kunstwerke im Innenraum sind die Madonna von Hans Leinberger (ca. 1525) und das monumentale Chorbogenkreuz des Ulmer Meisters Erhard (ca. 1495). In einem Schrein werden die Gebeine des Hl. Kastulus aufbewahrt.

Seit 1598 (unterbrochen 1803, neu errichtet 1937) gibt es an St. Martin ein Stiftskapitel. 2001 wurde die Kirche zur päpstlichen basilica minor erhoben. Für das Heilige Jahr 2016 ist sie mit einer “Pforte der Barmherzigkeit” ausgezeichnet worden.

  • Gottesdienst tägl. um 10.00 Uhr, sonntags 11.00 Uhr
  • Chorgebet und Kapitelamt donnerstags um 8.00 Uhr
  • Geöffnet: 7.30 bis 17.00 Uhr im Winter, bzw. 18.30 Uhr im Sommer
  • Kontakt: Pfarramt St. Martin
  • www.st.martin-landshut.de

 

Pfarrkirchen

Pfarrkirche St. Jodok

(c) Kunstverlag Peda

Mit der Stadterweiterung der Freyung, die Herzog Heinrich 1338 veranlasst hat, wurde auch der Bau der Kirche St. Jodok begonnen. Im Jahr 1369 wurde St. Jodok neben St. Martin selbständige Pfarrei. Der Kirchenbau besitzt heute die Gestalt, in der er gegen Ende des 15. Jahrhunderts vollendet wurde. Das Innere bietet das seltene Beispiel einer nahezu durchgängigen neugotischen Ausstattung von höchster Qualität. Ein Sakralraum mit besonderer Atmosphäre ist die Krypta.

Das seltene Patrozinium des Hl. Jodok (er war Herzog, Einsiedler, Priester, Pilger und Kloster-gründer im 7. Jahrhundert in Nordfrankreich) verbindet unsere Pfarrkirche mit einem Netz von Jodokskirchen in ganz Westeuropa.

Pfarrkirche Hl. Blut

(c) Kunstverlag Peda

Auf dem Hofberg, bis 1928 die eigenständige Gemeinde “Berg ob Landshut”, ist die Pfarrei Hl. Blut angesiedelt. Die Kirche geht zurück bis in die Zeit der Christianisierung im 8. Jahrhundert. Historische Zeugnisse darüber gibt es aus dem 14. Jahrhundert, als Hl. Blut zunächst Filiale von St. Jodok, dann eigenständige Pfarrei wurde. Der heutige Bau mit den beiden markanten Rundtürmen ist vor allem mit Hilfe des Herzogs Heinrich des Reichen in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden.

Von den barocken, klassizistischen und neugotischen Umgestaltungen blieben verschiedene wertvolle Einzelstücke in der Ausstattung erhalten.

  • Gottesdienste sonntags 11.00 (siehe Gottesdienste)
  • jeden ersten Donnerstag im Monat Herz-Jesu-Amt
  • unregelmäßig bei Beerdigungen
  • Kontakt: Pfarramt Hl. Blut
  • www.heiligblut.de

Pfarrkirche St. Peter und Paul

Für das Niedermayer-Viertel, das nach dem Krieg neu besiedelt wurde, hat man 1953 die Pfarrei St. Peter und Paul errichtet. Sie greift mit diesem Patrozinium, sowie mit der baulichen Anlage, die zusammen mit Pfarrhaus, Pfarrbüro und Pfarrheim ein Geviert um einen quadratischen Hof herum bildet, die Tradition des ehemaligen Franziskanerklosters in Landshut auf. Es hat von 1280 bis 1802 bestanden, seine Reste werden momentan zum Stadtmuseum umgebaut.

Innerhalb des vielfältigen pfarrlichen Lebens hat sich St. Peter und Paul unter Pfr. Heinz-Joachim Quasbarth (1983-2017) geistlich, liturgisch und musikalisch für ostkirchliche Tradition des Christentums geöffnet. Die Pfarrei bietet auch der polnischen Gemeinde Landshuts, sowie der Hochschulseelsorge Heimstatt.

  • Gottesdienste dienstags 19.00 Uhr und sonntags 9.30 Uhr (siehe Gottesdienste)
  • geöffnet während der Öffnungszeiten des Pfarrbüros
  • Kontakt: Pfarramt St. Peter und Paul
  • www.stpeterundpaul.de

Historische Kirchen in der Innenstadt

Hl. Geistkirche

Die Heiliggeistkirche, eine dreischiffige Hallenkirche, gehört zu den großartigsten Raumschöpfungen der Spätgotik in Altbayern. Der Bau wurde 1407 von dem bedeutenden Baumeister Hans von Burghausen begonnen, der auch maßgeblich an der Martinskirche beteiligt war. Beachtenswert ist das hohe, reich ausgezierte Westportal. Die liturgischen Orte, Altar, Ambo, Leuchter usw. sind ein Werk von Fritz Koenig.

Die Kirche befindet sich im Eigentum der Stadt Landshut und wird vorwiegend als Ausstellungsraum genutzt.

  • Gottesdienst: Patrozinium am Pfingstmontag, 9.00 Uhr
  • Geöffnet: nur im Rahmen von Ausstellungen oder Führungen
  • Kontakt: Museen der Stadt Landshut; Pfarramt St. Martin

Dominikanerkirche

Johann Baptist Zimmermann verwandelte Mitte des 18. Jahrhunderts die schlichte gotische Bettelordenskirche St. Blasius des Dominikaner-Ordens in einen künstlerischen Superlativ. Was im Hauptfresko an der Decke in einer Kartusche steht, kann als Titel der ganzen Kirche gelten: “In plenitudine sanctorum detentio mea” (Eccl. 24,16) – In der Menge der Heiligen (hier unübersehbar die Heiligen des Dominikaner-Ordens) ist meine Ruhestatt.

Die Zeit der Dominikaner war in Landshut mit der Säkularisation 1802 zu Ende. Ihr Kloster war zunächst Sitz der Bayerischen Landesuniversität (heute: Ludwig-Maximilians-Universität München). Heute befindet sich darin die Regierung von Niederbayern, die die Kirche als ihr Eigentum verwaltet.

  • Gottesdienst sonntags 11.30 Uhr (Ostern bis Christkönig, außer Ferien)
  • geöffnet zu Gottesdiensten, Konzerten, Führungen und jährlich zum “Landshuter Krippenweg” (1. Advent bis Dreikönig)
  • Kontakt: Regierung von Niederbayern, Pfarramt St. Jodok

Jesuitenkirche

1628 beschloss Kurfürst Maximilian I. die Gründung eines Jesuitenklosters in Landshut. Von 1631 bis – wegen des Schwedeneinfalls verzögert – 1641 baute der Jesuitenbruder Johann Holl die Kirche St. Ignatius nach dem Vorbild der Münchener Jesuitenkirche St. Michael. Sie ist ein imposantes und bedeutendes Baudenkmal für die Zeit des Übergangs von der Renaissance zum Frühbarock. 1663 wurde der Hochaltar errichtet, dessen Altarblatt mit der Erscheinung des kreuztragenden Christus vor dem Hl. Ignatius (Vision von La Storta) ein Werk des Konstanzer Malers Christopher Storer ist. Seit der Zeit der Jesuiten und deren Aufhebung überdauernd gibt es im Raum Landshut eine starke Marianische Männerkongregation, die St. Ignatius als ihre zentrale Kirche ansieht.

Eine aufwändige konstruktive Sanierung (abgeschlossen 2015) hat den Bestand der Kirche gesichert. Die Renovierung des Innenraums dauert an. Deshalb ist die Kirche bis auf weiteres geschlossen, und es werden keine Gottesdienste gefeiert.

Ursulinenkirche

1668 holt Kurfürst Ferdinand Maria die Ursulinen-Schwestern aus Messkirch zur Unterrichtung der weiblichen Jugend nach Landshut. 1671 legt der Kurfürst selber den Grundstein zu Kloster und Kirche, die 1679 eingeweiht wurde. Seit 1699 wird das Gnadenbild der “Mutter mit dem geneigten Haupt” öffentlich in der Ursulinenkirche St. Josef verehrt.

Entsprechend dem Auftrag des Ordens führten die Ursulinen seit 1945 eine Grund- und eine Realschule für Mädchen, die heute zum katholischen Schulwerk der Erzdiözese München und Freising gehört. 2016 haben die Ursulinen ihr Kloster wegen Nachwuchsmangel aufgegeben und Landshut verlassen.

  • Gottesdienste unregelmäßig sonntags 7.30
  • Schulgottesdienste
  • Kontakt: Ursulinen-Realschule

St. Sebastian

Der Landshuter Stadtpatron St. Sebastian hat ein eigenes Kirchlein in der Zweibrückenstraße auf der Isarinsel. Es gehört als Filiale zur Pfarrei St. Jodok. Das Patrozinium legt nahe, dass die erste Kapelle im Zusammenhang mit einer Pestepidemie – eine solche brach 1444 über Landshut herein! – erbaut wurde. Der Kirchenraum, wie er heute dasteht, ist im Wesentlichen von 1666. Spätere Erweiterungen (Chorraum) übernehmen die stilistische Vorgabe. Zu beachten sind der harmonische Stuck und die qualitätsvollen Figuren von Christian Jorhan d. Ä..

  • Gottesdienst mittwochs, 18.00 Uhr; eucharistische Anbetung (Holy Hour) donnerstags, 19.30 Uhr
  • geöffnet zu den Gottesdiensten
  • Kontakt: Pfarramt St. Jodok

 

Filialkirchen auf den Dörfern

Salzdorf

(c) Kunstverlag Peda

Das Salzdorfer Kirchlein, mitten in der alten Ortschaft Salzdorf (erste urkundliche Erwähnung 820) im idyllischen Salzdorfer Tal gelegen, hat sein Patrozinium am 13. Dezember: Es war der Hl. Lucia geweiht. Nebenpatrone, deren Gedenktag ebenfalls der 13. Dezember ist, waren die Hl. Ottilie und der Hl. Jodok. Nach der wunderbaren Heilung eines blinden Buben im 17. Jahrhundert setzte sich Ottilie als Hauptpatronin durch. Der Bau mit dem schiefen Turm steht so da, wie er nach längerer Baugeschichte um 1480 fertig wurde.

  • Gottesdienst zum Patrozinium
  • Salzdorfer Kirchweih (2. Sonntag im Oktober)
  • Kontakt: Pfarramt Hl. Blut

Berndorf

(c) Kunstverlag Peda

Berndorf, ein beliebtes Ausflugsziel der Landshuter, birgt mit dem Kirchlein St. Laurentius und St. Andreas ein uraltes Gotteshaus. Der Bau, wie er heute dasteht, dürfte auf die Zeit um 1250 zurückgehen, im Übergang von der Romanik zur Gotik. Er birgt die “Berndorfer Madonna”, ein bekleidetes Gnadenbild aus dem 18. Jahrhundert. Lange zur Pfarrei Hohenegglkofen gehörig, wurde Berndorf erst im 19. Jahrhundert in die Pfarrei Hl. Blut in Landshut/Berg umgepfarrt.

  • Gottesdienst zu den beiden Patrozinien
  • Andachten, auch sporadisch für Ausflügler
  • Kontakt: Pfarramt Hl. Blut

Schweinbach

Der Schweinbach bildet die Bistumsgrenze zwischen München und Freising und Regensburg. Damit gehört das barocke Kirchlein St. Michael eigentlich zum Territorium des Bistums Regensburg und der Pfarrei Auloh. Aber entsprechend der kommunalen Zugehörigkeit zur Stadt Landshut wurde die seelsorgliche Zuständigkeit vertraglich dem Erzbistum München und Freising zugewiesen, so dass St. Michael als Filialkirche der Pfarrei St. Peter und Paul geführt wird.

  • Gottesdienst am 1. Sonntag im Monat um 8.30 Uhr und zu einzelnen Festen
  • Kontakt: Pfarramt St. Peter und Paul

Hauskapellen

Hl. Geistspital

Das Heilig-Geist-Spital ist ein Alten- und Pflegeheim, das 1722 bis 1728 erbaut wurde. Als Stiftung reicht die Institution zurück in die Anfänge Landshuts; die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1208, nur vier Jahre nach der Gründung der Stadt.
Im Erdgeschoß gleich neben dem Eingang befindet sich die Hauskapelle. Sie ist der Hl. Elisabeth geweiht. Ihre barocke Ausstattung wird Wenzeslaus Jorhan und seinem Sohn Christian Jorhan dem Älteren zugeschrieben. Das Altarblatt stammt wohl aus der direkt gegenüber liegenden Hl. Geistkirche, die bis zur Renovierung Ende des 20. Jahrhunderts die eigentliche Spitalkirche war. Es zeigt, ebenfalls barock, eine schöne Darstellung der Taufe Christi.

  • Gottesdienst: freitags 16.15 Uhr
  • Kontakt: Hl. Geistspital; Pfarramt St. Martin

Magdalenenheim

Das städtische Altersheim “Magdalenenheim” kam 1975 als Zustiftung zur Hl. Geistspitalstiftung und wird unter einer gemeinsamen Leitung mit dem Hl. Geistspital geführt. Die Hauskapelle im Parterre ist barrierefrei zugänglich. Zu den Gottesdiensten für die Heimbewohner sind auch Besucher von außen willkommen.

  • Gottesdienst: freitags, 17.45 Uhr (meist Eucharistiefeier, von Fall zu Fall Wort-Gottes-Feier)
  • Kontakt: Magdalenenheim; Pfarramt St. Jodok

St. Jodokstift

Eine erstaunliche Initiative eines Mannes, der eigentlich “nur” Mesner von St. Jodok war: Josef Filsermayr errichtete 1895 aus eigenen Mitteln und Spenden in der Freyung bei St. Jodok ein privates Altenheim, in dem sich Mallersdorfer Franziskanerinnen um gebrechliche alte und kranke Menschen kümmerten, die vorwiegend als Dienstboten in Landshut tätig waren und keine Familie hatten. Von Anfang an bot ihnen Filsermayr Einzelzimmer, wie sie erst später in der Altenpflege üblich wurden. Auch in der Rechtsform dachte der Gründer  zukunftsweisend und nachhaltig. Als Stiftung existiert das Heim bis heute.

Über zwei Stockwerke gibt es in der ersten Etage eine Hauskapelle im Jugendstil von seltener Stilreinheit.

  • Gottesdienst: samstags 9.30 Uhr
  • Kontakt: St. Jodokstift; Pfarramt St. Jodok

Altenheim St. Rita

Im Caritas-Altenheim St. Rita, erbaut 1965, gibt es eine schöne Hauskapelle, in der mit den Bewohnern und auswärtigen Besuchern regelmäßige Gottesdienste gefeiert werden.

  • Gottesdienst: samstags 15.30 Uhr
  • Kontakt: Altenheim St. Rita; Kath. Pfarramt St. Peter und Paul

Kinderkrankenhaus

Das Kinderkrankenhaus St. Marien auf dem Hofberg ist nach wie vor in der Trägerschaft der Solanus-Schwestern, auch wenn die Geschäftsführung des Krankenhauses längst in weltliche Hände übergeben worden ist. Die Schwestern sind dort auch noch tätig, als Krankenhausseelsorger ist ein Gemeindereferent im Einsatz. Für die Eltern der kranken Kinder, für das Personal und für Besucher steht die Krankenhauskapelle im obersten Stockwerk offen. Sie ist, wie das ganze Krankenhaus, der Gottesmutter geweiht und hat am 15. August, Mariä Himmelfahrt, ihr Patrozinium

  • Gottesdienst: montags, dienstags, donnerstags 18.45; tägliches Stundengebet der Schwestern (Laudes und Mittageshore)
  • Kontakt: Kinderkrankenhaus St. Marien

Solanus-Haus

Die Kongregation der Solanus-Schwestern, eine Landshuter Gründung, hat ihr Mutterhaus nach wie vor in Landshut in der Schönbrunner Straße. Die Schwestern-Kommunität feiert täglich ihre Gottesdienste in ihrer Hauskapelle.

Burg und Residenz

Selbstverständlich hatten die Wittelsbacher Herzöge in ihren Residenzen eigene Kapellen.

Burg Trausnitz

Die Kapelle des hl. Georg zählt zu den Gründungsbauten der mittelalterlichen Burg Trausnitz. Kunsthistorische Besonderheiten sind der um 1230/35 entstandene Skulpturenschmuck, eine monumentale geschnitzte Kreuzigungsgruppe und die farbigen Stuckfiguren von Altarwand und Emporenbrüstung. Im 15. Jahrhundert stifteten die Reichen Herzöge von Bayern-Landshut drei gotische Flügelaltäre, bedeutende Werke altbayerischer Malkunst. Herzog Ludwig X. modernisierte die Kapelle 1517/18 mit einem Netzgewölbe im spätgotischen Stil.

  • Gottesdienst zum Patrozinium, 23. April, 18.00 Uhr; Hochzeiten
  • geöffnet nur im Rahmen von Burgführungen
  • Kontakt: Burgverwaltung Landshut (Burg Trausnitz), Kath. Pfarramt St. Martin

Stadtresidenz

Im Südflügel der Stadtresidenz, als Teil des sogenannten Deutschen Baus, befindet sich im 1. Stock die 1543 geweihte Residenzkapelle. Ihr Patron, der Hl. Apostel Matthias, wird auf einem Bildnis des Landshuter Malers Johann Plezger um 1704 dargestellt; das Altarbild zeigt die Anbetung der Könige.

  • zugänglich im Rahmen von Führungen
  • Gottesdienst zum Patrozinium des Hl. Matthias (24. Februar)
  • Kontakt: Burgverwaltung Landshut (Burg Trausnitz); Kath. Pfarramt St. Martin

Kapellen

Maria Bründl

(c) Kunstverlag Peda

Ein wunderbares Wallfahrtskirchlein gehört zur Pfarrei Hl. Blut: Maria Bründl. Dass eine bereits versiegte Quelle im Jahr 1660 wieder Wasser fließen ließ, war für den Landshuter Handwerker Thomas Amplatz der Anlass, dort eine Gebetsstätte zu errichten. Er organisiert voller Eifer die Anfänge der Wallfahrt. 1666 wird eine erste kleine Steinkapelle gebaut. Sie birgt als Gnadenbild eine Kopie des “Mariahilfbilds” von Lukas Cranach. Die heutige Kirche wird ab 1719 gebaut und 1720 geweiht. Das beträchtliche Vermögen der Wallfahrtskirche, durch Stiftungen zustande gekommen, nutzt man während der Zeit der Aufklärung, um das Schulwesen auf dem Hofberg zu finanzieren. Malerisch am Abhang zum Salzdorfer Tal gelegen, zieht Maria Bründl auch heute noch stille Beter und Wallfahrer an.

  • Gottesdienst: montags 8.00 Uhr
  • geöffnet täglich (bis zum Schutzgitter)
  • Kontakt: Pfarramt Hl. Blut

Theklakapelle

Die Theklakapelle an der Alten Bergstraße wurde zunächst unter dem Namen “Maria Ach” der heiligen Jungfrau Maria geweiht. Zwischen 1754 und 1759 wurde sie unter der Leitung des Landshuter Bildhauers Christian Jorhan d.Ä. barock umgestaltet. Sehenswert sind die originale gotischen Marienfigur im Zentrum des Hochaltars. Ihr zur Seite stehen zwei Holzfiguren, die den Heiligen Johannes Evangelist und vermutlich die Heilige Thekla zeigen. Die Decke des Langhauses ist dekorativ ausgemalt und nimmt thematisch Bezug auf das Leben der Heiligen Thekla.

  • Gottesdienste zum Patrozinium der Hl. Thekla (23. September) und zu Jahrestagen einzelner Vereine
  • geöffnet täglich (bis zum Schutzgitter)
  • Kontakt: Kath. Pfarramt St. Martin

Frauenkapelle

Sie wird auch Engelkapelle genannt und stammt aus der Mitte des 15. Jh. 1706 umgestaltet von Stifts- und Stadtmaurermeister Wolfgang Eheham und reich stuckiert von dem Wessobrunner Johann Georg Bader. Das Deckengemälde stammt aus dieser Zeit, der Rokokoaltar aus dem Jahr 1760. Auf dem Rokoko-Altar steht eine gotische Madonna (um 1480) flankiert von Figuren des Hl. Joachim und Anna von dem Landshuter Bildschnitzer Christian Jorhan d. Ä..

  • geöffnet: täglich wie St. Martin
  • Gottesdienste: von Advent bis Ostern feiert das Stiftskapitel von St. Martin sein Chorgebet und Kapitelamt donnerstags um 8.00 Uhr in der Frauenkapelle
  • monatlich einmal feiert die italienische Gemeinde am Sonntag, 16.30 Uhr, hier Gottesdienst

Ehemalige Kirchen

Hl. Kreuzkirche

Dem Hans-Carossa-Gymnasium steht als Aula und Konzertsaal eine herrlicher barocker Kirchenraum zur Verfügung, der als nunmehr profaner Raum seine ursprüngliche Gestalt erst durch eine tiefgreifende Wiederherstellung 1956 und durch eine gründliche Restaurierung (abgeschlossen 2004) wiedererhalten hat. Er präsentiert sich heute in dem Gewand, das ihm die Franziskanerinnen am Ende des 17. Jahrhunderts gegeben hatten. Schon zuvor, stark gefördert von Herzog Georg dem Reichen, gab es dort klösterliches Leben und ein Kirchlein. Für den Neubau und die Ausstattung (fertig gestellt 1700) gewannen die “Kreuzschwestern”, wie die Franziskaner-Tertiarinnen nach dem Patrozinium ihrer Kirche genannt werden, eine erstklassige Riege von Künstlern (Wessobrunner Stuckkateure, Georg Asam, Andreas Wolff).

  • Kontakt: Hans-Carossa-Gymnasium

Rochuskapelle

Der etwas versteckt liegende, ziegelsichtige kleine Bau nahe des Maxwehrs in der Altstadt ist leicht als spätgotisches Gebäude zu erkennen. Es handelt sich um den Rest des ehemaligen Blatternhaus, einer Stiftung des Ratsbürgers Walther vom Feld. Die Stadt Landshut stellt den profanierten Kapellenbau aktuell dem Haus International für seine interkulturelle Arbeit zur Verfügung (Vorträge, Musik, Ausstellungen).

  • Kontakt: Haus International

Kirchen anderer Konfessionen

Loreto-Kirche

Das Kloster am Marienplatz war ursprünglich eine Niederlassung der Kapuzinerinnen. Ab 1835 wurde es von Franziskanern bezogen, die ihr Kloster St. Peter und Paul am Fuß des Hofbergs in der Säkularisation verloren hatten. Sie blieben bis 2002. Die Kirche, die nach schweren Schäden im 2. Weltkrieg neu aufgebaut wurde, befindet sich ebenso wie das Kloster im Eigentum des Freistaats Bayern. Sie wird aktuell von der rumänisch-orthodoxen Kirche für Gottesdienste genutzt.

Das Gnadenbild, die Loreto-Madonna, befindet sich vorläufig auf einem Seitenaltar der Pfarrkirche St. Jodok. Der Wallfahrtsfrauen-Verein bemüht sich um eine neue, würdige Aufstellung des Gnadenbilds.

St. Nikolaus

Seitenkapelle der Dominikanerkirche St. Blasius. Sie wird von der russisch-orthodoxen Gemeinde Landshuts als Gottesdienstraum genutzt.

Erlöserkirche

Die evangelische Erlöserkirche an der Konrad-Adenauer Strasse in Landshut ist eines der wichtigsten Werke des Architekten Hans Döllgast. Fertig gestellt wurde das Ensemble aus Kirche, Turm und Pfarrhaus 1963, es steht seit einigen Jahren unter Denkmalschutz. Die besondere Qualität des Kirchenraums resultiert aus den einfachen Materialien, die sorgfältig detailliert sind. Die evangelisch-lutherische Gemeinde hat ihren Ursprung in einer Gruppe von Flüchtlingen, die nach dem 2. Weltkrieg in einer von den Amerikanern gestifteten Baracke Gottesdienst feierte. Zur katholischen Pfarrei St. Peter und Paul besteht guter ökumenischer Kontakt.