Personalveränderungen

Im Frühjahr 2017 gab es eine Reihe von Personalveränderungen. Zum 31.1.2017 trat der Zweitmesner und Hausmeister von St. Martin, Herr Walter Steffen, in den Ruhestand. Zum 31.3.2017 schied die Sekretärin von St. Martin, Frau Marianne Sachsenhauser, aus dem Dienst, ebenfalls wegen Eintritt in den Ruhestand. Beide werden der Pfarrei ehrenamtlich verbunden bleiben, wofür wir dankbar sind. Aber vor allem wünschen wir ihnen Gesundheit, Muße und Freude, um die Freiheiten des Ruhestands zu genießen.
Die Nachbesetzung trägt schon ganz den Charakter der Stadtkirche. Die Sekretariatsstunden für St. Martin fallen völlig weg, die Aufgaben müssen von den verbleibenden Kräften – nicht nur in St. Martin, sondern auch in den anderen Büros – bewältigt werden. Für den Bereich Mesner und Hausmeister konnte zum 1.4.2017 Frau Barbara Sawczyn eingestellt werden, allerdings mit weniger Wochenstunden und für einen ganz anderen Bereich als ihr „Vorgänger“. Sie wird die jeweiligen Hauptmesner alle vier Pfarreien am freien Tag, im Urlaub und bei Krankheit vertreten. Und ihr obliegt die Betreuung aller vier Pfarrheime. Das wird einen komplizierten Dienstplan ergeben, und mancher bequem Service, wie er bisher vor allem im Pfarrheim St. Martin möglich war, wird nicht mehr gegeben sein. Aber wir haben, wenn es sich einmal eingespielt hat, eine tüchtige Arbeitskraft, die im Hintergrund auf Funktionstüchtigkeit, Sauberkeit und Ordnung achtet, wenn die einzelnen Pfarrgemeinderäte, Gruppen und Veranstalter ihr Pfarrheim weiter benutzen wie bisher.

Klausurtag Pfarrgemeinderäte

Knapp 50 Leute waren es, die Seelsorger und die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen aus den Pfarreien der künftigen Stadtkirche Landshut, die am Samstag, 18.2.2017, im Trachtenkulturzentrum Holzhausen bei Geisenhausen zum Klausurtag zusammen gekommen sind.
Stiftspropst Baur verwendete in seinem Eröffnungsstatement ein einprägsames Bild für die Stadtkirche: Sie tritt im September 2017 ins Leben wie ein neu geborenes Kind, vielleicht nicht das Wunschkind und nicht geplant, aber ein Kind, das später groß wird und einmal die Generation der vier Tanten – das sind nun die Pfarreien St. Martin, Hl. Blut, St. Jodok und St. Peter und Paul – stützen und tragen kann. Um im Bild zu bleiben: Wir können Geduld haben, bis das Kind groß und erwachsen wird. Das dauert seine Zeit. Aber wir sollen auch sensibel sein, wie wir über dieses Kind reden. Für die charakterliche Entwicklung eines Kindes ist es fatal, wenn abfällig oder abschätzig über es oder zu ihm gesprochen wird. Außerdem mag uns die biblische Episode von der Weisheit des Königs Salomo vor Augen stehen: Nicht der Mutter, die das Kind teilen möchte, darf es zugesprochen werden. Sondern es ist gut aufgehoben bei der, die das Kind lebendig wissen will und lieber den eigenen Anspruch zurück steckt. Die Gruppenarbeit zu verschiedenen Feldern, auf denen die ehrenamtlichen Glieder der Pfarrei tätig sind, zeigte bei der kreativen Präsentation der Ergebnisse, dass das Bild vom neu geborenen Kind „Stadtkirche“ – übrigens ein Mädchen 🙂 – durchaus Anklang fand.
Im Schlussteil wurde es konkret: Da wurde der Entwurf für die Gottesdienstordnung der Stadtkirche ab August 2017 vorgestellt und der Weg zur Errichtung des „Stadtkirchenrats“ gebahnt. Der Klausurtag endet mit der Vorabendmesse in der Holzhausener Pfarrkirche St. Valentin, dem kräftigen Gesang nach zu schließen durchaus in gehobener und beseelter Stimmung.

Pfarrer Martin Atzenhofer gestorben

Am Samstag, 5.11.2016, verstarb Pfarrer i.R. Geistlicher Rat Martin Atzenhofer. Als die Nachricht die Runde machte, flossen bei nicht wenigen, die ihn gekannt hatten, und nicht nur bei Angehörigen der Pfarrei Hl. Blut, Tränen.
Pfarrer Atzenhofer wurde am 10.8.1933 in Weichs geboren. Er wurde kurz vor seinem 25. Geburtstag 1958 in Freising zum Priester geweiht. Diesen Dienst übte er mit Hingabe, Verantwortungsbewusstsein, Festigkeit und Klugheit aus, hilfsbereit bis zuletzt. Seine Lebensstelle war die Pfarrei Hl. Blut auf dem Landshuter Hofberg, die er 35 Jahre lang bis zum Ruhestand 2004 betreute. In diesen Jahren hat er prägend gewirkt. Im Ruhestand lebte er in Achdorf, nahm weiter gern Anteil am gesellschaftlichen Leben der Stadt und leistete als Priester Dienst, bis ihn Alter und Krankheit vor wenigen Monaten ziemlich plötzlich niederwarfen. Sein Heimgang zu Gott war nun auch eine Befreiung aus schwerer Krankheit.
Seine letzte Ruhestätte fand er im Priestergrab der Pfarrei Hl. Blut auf dem Friedhof an der Pfarrkirche. Unter großer Anteilnahme der Gläubigen und vieler befreundeter Priester feierte Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger am 12.11.2016 den Gottesdienst in Hl. Blut. In dankbarer Anerkennung seiner Lebensleistung als Priester und Pfarrer und Mitmensch vertrauen wir Martin Atzenhofer dem allmächtigen und gütigen Gott an. Die Auferstehung Christi, auf die der Glaube sich stützt, den er uns zeit seines Lebens bezeugt hat, sei für uns Halt und Trost und für ihn der Weg zum ewigen Leben.

Ausstellung in St. Jodok

Zum Pfarrfest in St. Jodok am 18. September wurde in der Kirche eine Ausstellung eröffnet, die von einer Projektgruppe aus der Pfarrei entwickelt worden ist. Sie stellt Detailbilder vom Südportal der Jodokskirche jeweils einem heutigen Bild gegenüber und gibt den klassischen „Werken der Barmherzigkeit“ damit konkrete Resonanz in der heutigen Zeit. Was wir immer schon gewusst haben, was christlich ist: „Hungernde speisen, Nackte bekleiden, Gefangene befreien“, das rückt neu ins Gesichtsfeld. Es kann bedeuten, die Ausgrenzung und Isolation zu durchbrechen, die auf dem Schulhof oder im Bekanntenkreis statt findet. Es kann auch bedeuten … Aber was soll ich hier lang beschreiben? Gehen Sie selbst hin und schauen Sie die Bilder an. Lassen Sie sich von der aufliegenden Broschüre führen. Nehmen Sie eine Postkarte mit, wenn Ihnen etwas plötzlich einleuchtet oder wenn Sie eine Erinnerungsstütze für das brauchen, was Ihnen plötzlich einfällt, was zu tun wäre … Es lohnt sich!

Dienstantritt Kaplan Werner

Anfang September hat der Neupriester Philipp Werner seinen Dienst als Kaplan in der Stadtkirche (z.Err.) Landshut angetreten. Für die wichtigen ersten Monate und Jahre im Beruf als Priester wünschen wir ihm Gottes Segen. Wahrscheinlich werden die ersten Erfahrungen, wie er als Priester arbeiten kann, wie er in Anspruch genommen wird, welche Rückmeldungen er bekommt, ziemlich prägend sein für ihn und für die Art, wie er seinen Beruf dann ein Leben lang ausübt.
Mir scheint es daher sinnvoll, ihm als ausdrücklichen Schwerpunkt die Leute der jüngeren Generation – unter 40 – zuzuweisen. Im Grunde haben Pfarrer zu allen Zeiten mit ihren Altersgenossen neue Dinge entwickelt, Kreise aufgebaut, mit Formen des Glaubenslebens experimentiert, die dann oft ein Leben lang getragen haben – die Menschen, die daran mit entwickelt haben und den Seelsorger selbst. Die Chance soll ein junger Berufsanfänger auch heute haben: Nicht nur Erwartungen und Ansprüche bedienen, die seit jeher bestehen, sondern Freiraum, den Glauben und das kirchliche Leben mit seiner Generation zusammen bewusst zu gestalten.
(FJB)

Priesterjubiläen Zeitler und Ziegler

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Stiftsbasilika St. Martin wurde am Sonntag, 17. Juli 2016 das Weihejubiläum zweier Stiftskanoniker gefeiert. GR Thomas Zeitler wurde vor 50 Jahren, am 29. Juni 1966 in Freising zum Priester geweiht. GR Max Ziegler wurde vor 60 Jahren, am 29. Juli 1956 in Bamberg zum Priester geweiht. Zusammen mit dem Stiftspropst, der die Festpredigt hielt, und vielen Gratulanten, an der Spitze Herr Oberbürgermeister Hans Rampf, feierten sie den Sonntagsgottesdienst. Kanonikus Zeitler stand der Messe vor, Kanonikus Ziegler schloss mit einigen Dankesworten – insbesondere an den Chor und das Orchester von St. Martin, die unter der Leitung von Edith Mayrhofer-Hildmann Mozarts Krönungsmesse und das berühmte Händel-Halleluja erklingen ließen.
Anstelle von persönlichen Geschenken hatten die beiden Jubilare um Spenden für das Mutter-Kind-Haus der Caritas gebeten. Wer möchte, kann immer noch etwas dafür geben. Die Daten sind leicht über die Homepage der Caritas zu finden: Stiftung „Schwangere und Kinder in Not“.
Den beiden Jubilaren auch hier noch einmal aufrichtiger Dank für ihr Zeugnis treuen priesterlichen Dienstes über viele Jahrzehnte hin. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum! Und Gottes Segen für die kommenden Jahre!

Verabschiedung Ursulinen

„Ich bin wahrhaftig schon zu freudigeren Anlässen nach Landshut gekommen,“ begann Weihbischof Bernhard Haßlberger seine Begrüßung beim Gottesdienst zur Verabschiedung der Ursulinen aus Landshut am 4. Juni 2016. Auch der Oberbürgermeister sprach in seinem Grußwort die schmerzliche Seite des Anlasses an, wie es viele in Landshut empfinden: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht.“ Doch überwog in allen Worten, Gebeten und Gesängen des Gottesdiensts und der Feierstunde der herzliche Dank, die hohe Anerkennung und bleibende Verbundenheit mit den Schwestern und der tröstende Glaube an Gott. Insbesondere der Wert der christlichen Erziehung, wie sie von den Schwestern geübt und gepflegt worden ist, wurde nachdrücklich heraus gestellt. Und dieser Geist hat in der Ursulinen-Realschule nach wie vor seine Heimstatt. Ja, womöglich wird die Schule sogar noch ausgebaut – nicht nur räumlich.
Die Stadt Landshut hat Schwester Oberin Andrea Wohlfahrter die Bürgermedaille 2016 zuerkannt, sicher mit Blick auf den ganzen Konvent und Generationen von Ursulinen in Landshut seit 1668. Die Verleihung ist beim Sommerempfang am 5. Juli. Aber dann wird es erst mal still in den Räumen des Klosters und in der Kirche St. Josef.
Die feste Gottesdienstgemeinde am Werktag und am Sonntag, auch die Italiener und die Kroaten, die dort regelmäßig die Hl. Messe gefeiert haben, sie alle fragen, ob das gottesdienstliche Leben in der Kirche, die jetzt Schulkirche, nicht mehr Klosterkirche ist, weiter gehen kann. Das ist eine offene Frage. Eine Antwort wird es sicher nicht mehr vor den Sommerferien geben.

Fronleichnam

Bei herrlichem Wetter, die helle, warme Sonne durch ein paar luftigen Wolkenschleiern abgemildert, hat am Fronleichnamstag die große Stadtprozession stattgefunden. Viele hatten den Eindruck, dass noch einmal mehr Leute gekommen waren als in den Vorjahren, als das Wetter auch schon schön war. Dass beim anschließenden Frühschoppen im Klostergarten von Seligenthal die Würstchen ausgegangen sind, fassen wir insofern als Erfolg auf.
Ja, die Altstadt präsentiert sich an einem solchen Tag als „gute Stube“ der Stadt; und die Leute zeigen sich von ihrer besten Seite, aufmerksam, freundlich, betend und grüßend. Und das alles um Christus, den Herrn, herum, der sich in der Gestalt des Brotes ganz in unsere Hände gibt und sich unserer Organisationsmacht, unserem kommunikativen Geschick, unserer Feststimmung, unserer Frömmigkeit anvertraut. Ein Polizist in einer Seitengasse hob grüßend die Hand an die Mütze, als das Allerheiligste an ihm vorbei zog. In den Cafés saßen mehr Mitbeter zum Ausruhen als Fremde zum Frühstücken. Die Beschallung funktionierte tadellos. Die Kommunionkinder waren aufmerksam bei der Sache … Eine rundum gelungene Prozession!

Firmung 2016

Fast 100 Firmlinge aus der gesamten Stadtkirche hat Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger am 15. April gefirmt. Es war ein kalter Tag, und manche, die St. Martin nicht gewohnt sind, haben in der kalten Kirche gefroren. Aber dem Feuer des Heiligen Geistes und der aufrichtigen Herzlichkeit, mit der das Sakrament gefeiert worden ist, hat das keinen Abbruch getan.
Wir wünschen den Firmlingen jetzt gleich noch ein geist-reiches, gnaden-volles Pfingstfest. Pfingsten können sie gewissermaßen jedes Jahr als kleines Jubiläum oder Auffrischung ihrer Firmung feiern.

Initiativgruppe Willkommenskultur

Die Eröffnung der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber in Landshut ist nun schon eine Weile her. Damals, im Herbst 2014, war das ein großes Thema in der Öffentlichkeit der Stadt und in vielen Kreisen. Mittlerweile ist das Interesse abgeflaut. Die Nachrichten aus der großen Politik will man kaum noch hören. Was in der nächsten Nachbarschaft vor sich geht, da hat man am liebsten seine Ruhe. Doch die Gruppe in der Stadtkirche, die sich zum Thema „Flüchtlinge“ immer wieder trifft, ist immer noch aktiv. Das nächste Treffen zum Austausch und zur Abstimmung von Aktivitäten ist für 20. Juli geplant.