1. September – „Tag der Schöpfung“

Seit einigen Jahren wird der 1. September ökumenisch als „Tag der Schöpfung“ begangen. Ursprünglich eine Initiative aus der Orthodoxie hat Papst Franziskus diesen Tag auch in der lateinischen Kirche offiziell eingeführt. Das Anliegen dieses Tages verdoppelt nicht das Erntedankfest, sondern rückt das Mitleiden mit der ausgebeuteten, gefährdeten, entfremdeten Kreatur in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Als Impuls zum Schöpfungstag ein Gebet von Papst Franziskus aus der Enzyklika „Laudato sì“ (2015) (Nr. 246):

 

Allmächtiger Gott,
der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist
und im kleinsten deiner Geschöpfe,
der du alles, was existiert, mit deiner Zärtlichkeit umschließt,
gieße uns die Kraft deiner Liebe ein,
damit wir das Leben und die Schönheit hüten.
Überflute uns mit Frieden,
damit wir als Brüder und Schwestern leben und niemandem schaden.
Gott der Armen,
hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde,
die so wertvoll sind in deinen Augen,
zu retten.

Heile unser Leben,
damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber,
damit wir Schönheit säen und nicht Verseuchung und Zerstörung.
Rühre die Herzen derer an, die nur Gewinn suchen
auf Kosten der Armen und der Erde.
Lehre uns, den Wert von allen Dingen zu entdecken
und voll Bewunderung zu betrachten;
zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen
auf dem Weg zu deinem unendlichen Licht.
Danke, dass du alle Tage bei uns bist.
Ermutige uns bitte in unserem Kampf für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden.
Amen.